Hochschulschriften zur Nachhaltigkeit
Band 29
Wie wird aus abstrakten Europäischen Rechtsnormen praktisches Handeln zum Schutz der Biodiversität?
Alexandra Sauer zeigt – am Beispiel der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie zum Erhalt wildlebender Tier- und Pflanzenarten – wie in Deutschland die Akteure den Umsetzungsprozess prägen und welche Interessen und Ressourcen für ihr Engagement ausschlaggebend sind. Sie untersucht, wie die Steuerungsstrategien der öffentlichen Verwaltung das Verhalten der Landeigentümer(innen), Landnutzer(innen) und Verbände wirksam lenken können, ohne die geforderte Mitbestimmung der Betroffenen außer Acht zu lassen. Der von der Autorin entwickelte Analyserahmen verknüpft steuerungstheoretische mit akteurszentrierten Sichtweisen. Die Ergebnisse lassen sich auf andere raumwirksame Politiken übertragen und helfen so, tragfähige Umsetzungsstrategien zu entwickeln.
Alexandra Sauer studierte Landschaftsplanung an der Technischen Universität München und an der Universität Padua (Italien). Anschließend promovierte sie am Lehrstuhl für Forstpolitik der TU-München. Die Autorin arbeitet derzeit als wissenschaftliche Assistentin im Programm Nachhaltigkeitsforschung der Universität Basel.
Erstellt: 14-09-2006 12:27 - Letzte Änderung: 07-12-2009 15:27






