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Hochschulschriften zur Nachhaltigkeit

Hans-Jürgen Leist

Wasserversorgung in Deutschland

Kritik und Lösungsansätze

Band 35

Die Deutschen haben sich zu wahren Fanatikern im Wassersparen entwickelt: Während ein(e) Bürger(in) in der Regel ein Mehrfaches des globalen personenbezogenen Durchschnitts an Energie, Materialien oder Papier verbraucht, liegt der Trinkwasserverbrauch unter dem globalen Durchschnitt und sinkt immer noch. Daraus könnte man folgern: Wenigstens ein Bereich, in dem die Deutschen Vorbildfunktion haben. Dabei wird jedoch übersehen, dass diese Entwicklung mit zahlreichen negativen Auswirkungen auf die öffentlichen Wassersysteme verbunden ist – seien es Korrosionsprozesse und hygienische Probleme im Trinkwassernetz oder die Zunahme von Kanalschäden und Geruchsbelästigungen im Bereich der Abwasserentsorgung. Die absehbaren klimatischen, demographischen und siedlungsstrukturellen Entwicklungen werden diese Prozesse verstärken.
Der Autor plädiert daher für eine neue Wasserpolitik und einen veränderten Umgang mit der Ressource Wasser – Bürger(innen) sollten hier ihre Sparmentalität reduzieren und in anderen Bereichen, insbesondere im Umgang mit Energie, verstärken. Die Wasserversorgungsunternehmen sollten dabei durch eine entsprechende Preisgestaltung einen weitgehend konstanten Wasserverbrauch anstreben – dies wäre aus ökologischen, ökonomischen und sozialen Gründen sinnvoll.


Hans-Jürgen Leist, Ingenieur und Sozialwissenschaftler, ist Mitarbeiter der Forschungsstelle für Recht, Ökonomie und Umwelt (Leibniz Universität Hannover). Seine Forschungsschwerpunkte sind disziplinübergreifende Umweltprobleme sowie der Umgang mit der Ressource Wasser und die Trinkwasserversorgung.



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Erstellt: 26-06-2007 12:42 - Letzte Änderung: 07-12-2009 17:40


266 Seiten, oekom verlag München, 2007
ISBN-13: 978-3-86581-078-6

 Preis: 39.90 €
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