Politik und Gesellschaft
- „Mit großen Engagement, sachlich fundiert und vor allem darauf bedacht, auch die Beteiligten selbst zu Wort kommen lassen, berichtet Christa Müller über dieses Projekt.“ (Wechselwirkung)
Deutschland: ein Einwanderungsland. Damit Integration nicht nur eine Leerformel bleibt, haben Flüchtlinge bereits 1996 die Internationalen Gärten Göttingen initiiert. Sie wollten ihr Leben auch im Exil wieder selbst in die Hand nehmen. Heute prägen mehr als 300 Menschen aus 20 Ländern die soziale Praxis der Internationalen Gärten. Über die Berührung von so elementaren Dingen wie Erde und Pflanzen entstanden neue Verbindungen und Verwurzelungen - und ein Konzept, das den biologischen Gartenbau mit handwerklichen, ökologischen und umweltbildenden Aktivitäten verknüpft.
Die Soziologin Christa Müller präsentiert die Erfolgsstory dieses innovativen Integrationsprojekts. Ihr Buch bietet neben fundierten Hintergrundinformationen die wissenschaftliche Auswertung der Projektpraxis sowie einen großen Serviceteil, der als Arbeitshilfe zum Nachmachen für alle, die selbst eine Internationale Gärten aufbauen möchten, konzipiert ist. Die Autorin beleuchtet die vielfältigen Prozesse des interkulturellen Austauschs zwischen Flüchtlingen, Migrant(inn)en und Deutschen aus verschiedenen Perspektiven und stellt sie in ihrer Bedeutung für die Einwanderungsdebatte in Deutschland dar.
Dieses Buch zeigt, dass Integration dann aussichtsreich verläuft, wenn die Einwanderer selbst die Alltagskultur im Aufnahmeland mitgestalten. Und ihnen darüber eine neue Verwurzelung des eigenen Lebens gelingt.
Erstellt: 26-01-2005 16:16 - Letzte Änderung: 07-12-2009 16:25
Schlagworte: Entwicklung,Landwirtschaft,Nachhaltigkeitskommunikation,Agenda 21,Müller internationale Gärten








