Rezension Wagnis Wildnis 16 Beiträge von den Teilnehmern der im April 2005 durchgeführten Tagung „Wagnis Wildnis“ in Criewen dokumentieren die Vorträge und stellen Resultate der Recherche zu wildnisbezogener Umweltbildung vor. Zwar gibt es in dem landschaftlich stark zerschnittenen Deutschland keine Wildnis, also Naturlandschaft im eigentlichen Wortsinn, mehr, dennoch vermittelt Wildnis ein wildes, nicht anthropogen beherrschtes Naturbild und kann so zu neuen Leitbildern von Naturschutz führen. Die Fachbeiträge beziehen sich auf verschiedene Landschaften, so gehören Naturentwicklungsgebiete wie Braunkohletagebaue in Brandenburg dazu, der Nationalpark Unteres Odertal, der Schweizerische Nationalpark oder auch der polnische Bierbrza Nationalpark. Insgesamt ziehen sich Fragen wie Prozessschutz oder extensive Nutzung, Visionen und damit auch Zukunftsvisionen und -realitäten leben lassen durch die Dokumentation hindurch und finden sich fast überall wieder. Auch dürfen Kinder nicht vernachlässigt werden, denn das Spielen in der Natur ermöglicht ganz andere Chancen der Körperbeherrschung und des Umgangs mit Langeweile als mit reinem Spielzeug in geschlossenen Räumen. Insgesamt ist der Tagungsband ein sehr intensives Buch für alle Fachleute, die im Natur- und Landschaftsschutz arbeiten und mit Umweltbildung auf Hochschul-, kommunaler und Nationalparkebene zu tun haben. |