Ökologisches Wirtschaften Archiv
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2005: Das verheerende Erdbeben von Lissabon jährte sich gerade zum 250sten Mal, begleitet von internationalem Gedenken. Es ist keineswegs die einzige historische Katastrophe, die sich im kollektiven Katastrophengedächtnis festgesetzt hat, aber an diesem Ereignis lassen sich die Diskurse der Moderne nachzeichnen.
Zwei Linien sind dabei zu typisieren: Der Wille Gottes oder die Unvernunft des Menschen. Zivilisationskritische Zeitgenossen wie Rousseau merkten an, „dass nicht die Natur zwanzigtausend Häuser von sechs bis sieben Stockwerken zusammengebaut hatte und dass, wenn die Einwohner der Stadt gleichmäßiger verstreut und leichter beherbergt gewesen wären,... die Verheerung weit geringer ... und vielleicht gar nicht geschehen wäre“. Diese Vorstellung verweist darauf, dass „Naturkatastrophen“ (der Wille Gottes) eben keine Natur- sondern vielmehr Kulturkatastrophen darstellen, eine Erfahrung, die bis heute die Wahrnehmung nicht wirklich erfasst hat.
Der Schwerpunkt beleuchtet den gesellschaftlichen Umgang mit Risiken in durchaus heterogenen Kontexten. Risiken entstehen durch die Entwicklung von Technologien, wirtschaftlichem Handeln und dem Umgang mit der Natur. Die Vielfalt der Risiken entspricht der Vielfalt menschlichen Handelns.
Leseproben:
Schwerpunkt - Artikel:
Ulrich Petschow und Jesko Hirschfeld: Gesellschaftlicher Umgang mit Risiken -Artikel lesen (pdf, 129 kB)
Neue Konzepte - Artikel:
Christian Kuhlicke und Ulrich Petschow: Sozialräumliche Disparitäten in Deutschland - Vom schleichenden Ende der NahversorgungArtikel lesen (pdf, 80 kB)
Editorial - Artikel:
: Gesellschaft und Risiken -Artikel lesen (pdf, 46 kB)
Erstellt: 05-12-2005 11:49 - Letzte Änderung: 29-03-2010 16:08
Ökologisches Wirtschaften, Heftnummer: 4 - 2005
Preis (Einzelheft): 17,40 €(22,60 CHF)
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