politische ökologie Archiv
Elite-Hochschulen, Spitzenforschung und Studiengebühren - diese Stichwörter bestimmen die Debatten um die Reform der Hochschulen. Dabei bleibt die viel wichtigere Frage nach den Bedingungen von Wissenschaft im globalen Wandel meistens außen vor. In dem aktuellen Schwerpunkt der Fachzeitschrift politische ökologie steht das gegenwärtige System von Lehre und Forschung auf dem Prüfstand.
Autor(inn)en aus ganz unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen diskutieren das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung als Chance und Verpflichtung für Universitäten und Fachhochschulen. Sie hinterfragen das Naturbild der modernen Naturwissenschaft, analysieren die Potenziale deutscher Hochschulen im globalen Wettbewerb und suchen nach einem neuen Wissenschaftsmodus.
Dabei wird deutlich: Ein neues ökonomisches, soziales und ökologisches Wissen wird benötigt, um die global vernetzte Welt zu begreifen. Nur damit lassen sich die Beziehungen zwischen gesellschaftlichen Veränderungen und ökologischen Gefährdungen auf globaler, regionaler und lokaler Ebene erfassen. Forschung, Lehre und die Organisation Hochschule müssen im Rahmen dieser neuen, grenzüberschreitenden Denkaufgaben inter- und transdiziplinär ausgerichtet werden.
Die politische ökologie 93 hat sich gemeinsam mit Gerd Michelsen und Günter Altner, den Herausgebern dieser Ausgabe, auf der "Baustelle Hochschule" umgesehen. Zur Seite stand ihnen die Gruppe 2004. Der Zusammenschluss renommierter Wissenschaftler(inne)n veröffentlichte kürzlich das Memorandum "Hochschule neu denken".
Erstellt: 19-04-2005 10:58 - Letzte Änderung: 08-12-2009 14:35




