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Die politische ökologie zum Thema Verkehr - Der umfassende Überblick über die aktuellen Diskussions- und Konfliktlinien in der Verkehrspolitik!
Mobil sein ist alles - wie ein Mantra wird dieser Satz in unserer schnelllebigen Zeit ständig wiederholt. Was will er uns eigentlich sagen? Aufschlussreich ist in solchen Fällen der Blick in allgemeine Nachschlagewerke, manifestiert sich in ihnen doch die gesellschaftliche Wahrnehmung. Das Bedeutungswörterbuch des Duden (2002) erläutert das Adjektiv mobil wie folgt: "beweglich, nicht an einen festen Standort gebunden" und fügt vorsorglich hinzu: "wer mobil sein will, sollte sich ein Auto mieten".
Die Folge dieser offensichtlich selbstverständlichen Koppelung von Mobilität und Auto erfahren wir tagtäglich mit all unseren Sinnen: Dauerstau, ohrenbetäubender Lärm, dicke Luft in den Städten.
Theoretisch erkannt sind die Probleme längst. Auch gut durchdachte Alternativvorschläge für eine umweltschonendere Verkehrsentwicklung gibt es zuhauf - allein am gesellschaftlichen Problembewusstsein und am konkreten politischen Umsetzungswillen scheint es zu mangeln. Vielleicht hat dieses Defizit aber auch schlichtweg mit der Komplexität der Problemlage zu tun: Mobilität und Verkehr sind auf vielfältige Weise mit anderen Themenfeldern verknüpft. Dazu zählen neben Lebensstilfragen, ökologisch kontraproduktiven Subventionen auch die Geschlechterperspektive und vor allem Umwelt-, Wirtschafts- sowie Gesundheitspolitik.
Wie man die Sache auch dreht und wendet: Es ist höchste Zeit für eine nachhaltige Verkehrspolitik und Mobilitätsentwicklung, die auf die Bedürfnisse aller gesellschaftlichen Gruppen heute und zugleich auf die Ansprüche folgender Generationen Rücksicht nimmt. Um diese Diskussion raus aus den Expertenzirkeln und rein in das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit zu bringen, nimmt sich die politische ökologie erneut des Themas "Verkehr & Umwelt" an. Nach 1993 (pö 29/30 "Stadtverquer") und 1995 (pö 41"Auf dem richtigen Gleis?") entwerfen wir diesmal das Panorama einer nachhaltigen Verkehrs- und Mobilitätsgestaltung.
Die Anforderungen an ein solches Verkehrssystem sind hoch: Es muss den Zugang zu Gütern und Dienstleistungen sichern und das Bedürfnis nach sozialen und kulturellen Kontakten und Kommunikation befriedigen, ohne Umwelt und Gesundheit weiter zu gefährden oder die natürlichen Ressourcen zu erschöpfen. Kein Wunder, dass Verkehrspolitik ein heißes Eisen ist. Politiker, Umweltaktivisten und Lobbyisten verschiedener Lager stehen sich oft unversöhnlich gegenüber. Hier lesen Sie, worüber derzeit leidenschaftlich debattiert wird, welche Alternativen es zur weltweiten Automobilisierung gibt und vor welchen Herausforderungen die Verkehrspolitik steht - Sie sehen, genug Treibstoff für Ihre geistige Mobilität!
Leseproben:
Jörg Beckmann und Markus Liechti: Die Gespenster sind hausgemacht. Europäische Verkehrspolitik und die EU-Osterweiterung -
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Erstellt: 02-02-2005 14:24 - Letzte Änderung: 17-06-2008 13:36






