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politische ökologie 72 - 2001

Vom David zum Goliath?

NGOs im Wandel

NGOs sind Dialog- und Ansprechpartner in der Ausgestaltung einer global governance. Sie suchen einen Platz in der Zivilgesellschaft und stehen vor neuen Herausforderungen, was die Notwendigkeiten praktischer umweltbewegter Arbeit betrifft.

Für was steht das Kürzel NGOs? Für Non Governmental Organisations oder zu deutsch Nichtregierungsorganisationen. Wer mit diesem Wortungeheuer nichts anfangen kann, dem sei mit Beispielen geholfen: Amnesty international und Greenpeace sind feste Größen Attac ist als ein Aufsteiger in der NGO-Szene zu nennen.

Die politische Wiege der NGOs ist die Protestbewegung. Daher greifen sie häufig auf die Mobilisierung der Straße zurück. Aber nicht nur Schornstein und Schlauchboot sind ihre Spielwiesen. Durch wissenschaftliche Kompetenz haben sie an Akzeptanz gewonnen, so dass sie inzwischen als Gesprächspartner für Unternehmen und Regierungen interessant sind. Dies ist auch der Grund, warum sie in den 90er-Jahren einen erstaunlichen Aufstieg hinter sich brachten. Anfänglich noch kommentierend und Gegengipfel organisierend, sind sie inzwischen im UN-Kosmos akzeptierte Akteure und geladene Gäste. Hinter den einstmals verschlossenen Türen praktizieren sie Dialog und schüren auf der Straße den Protest. Ein Spagat, den der neue politische Akteur scheinbar problemlos durchführt. Wie ist dieser Erfolg zu erklären? NGOs haben für sich ein Machtmittel entdeckt - die öffentliche Meinung. Mit Hilfe der Medien machen sie immer wieder erfolgreich auf ihre Belange aufmerksam und erzeugen Verständnis in der Bevölkerung. Somit besitzen sie einen Trumpf im politischen Spiel. Trotzdem sind Argumente und Transparente nur weiche Machtmittel im politischen Gefüge.

Was für Pfeile stecken noch im Köcher der NGOs? Welche Strategien entwickeln sie im Hinblick auf ihr ökonomisches Überleben, ihre Kommunikation mit anderen Akteuren und bei der Bildung von Allianzen? Die politische ökologie verharrt nicht nur bei diesen Fragen sondern wagt auch einen Blick in die Zukunft: NGOs sind Dialog- und Ansprechpartner in der Ausgestaltung einer global governance. Sie suchen einen Platz in der Zivilgesellschaft und stehen vor neuen Herausforderungen was die Notwendigkeiten praktischer umweltbewegter Arbeit betrifft.


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Erstellt: 02-02-2005 17:09 - Letzte Änderung: 29-03-2010 15:10

Heft leider vergriffen!

ISBN: 3-928244-68-X, Einzelheft, oekom verlag München.
politische ökologie, Heftnummer: 72 - 2001

 Preis (Einzelheft): 10,00 €
       (15,00 CHF) UVP


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