Die neuesten Informationen zu Umwelt
und Nachhaltigkeit aus dem oekom verlag.

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

Was kommt bei uns auf den Tisch? Wer kontrolliert unsere Lebensmittel? Warum werfen wir einen Großteil davon weg? Und wie hängt das alles mit dem Klimawandel zusammen? Nicht immer gibt es einfache Antworten auf diese Fragen, aber sie machen deutlich: Essen ist ein Politikum. Die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" hat das Jahr 2012 deshalb unter das Motto "Ernährung" gestellt – und auch beim Münchner Klimaherbst dreht sich heuer alles um unsere Lebensmittel. Da der Mensch aber nicht nur einen vollen Magen, sondern auch geistige Nahrung benötigt, hier unsere Zutatenliste für Ihr Lese-Menü:

Milch

Von der Götternahrung zur Latte macchiato

In ihrem kulturgeschichtlichen Ursprung galt die Milch als heilig – wie das Leben selbst. Sie war Ausdruck und Sinnbild irdischer Fruchtbarkeit und bevorzugte Nahrung der Götter. Heute kommt sie aus der Tüte, die wir im Supermarkt kaufen und über Milch zu sprechen ist kompliziert geworden: Kuhrülpser befördern den Klimawandel, die EU subventioniert Milch-Exporte aus Massentierhaltung, die Laktoseintoleranz der Bevölkerung scheint allgemein zuzunehmen, während die Innenstädte von Läden mit aromatisierten Milchkaffees überschwemmt werden.

Die Agrarwissenschaftlerin Andrea Fink-Kessler schildert in "Milch. Vom Mythos zur Massenware" die Entwicklung vom ursprünglichsten aller Lebensmittel zum immer verfügbaren weißen Rohstoff. Nach "Kaffee" und "Kakao" ein gelungener neuer Nahrungsbestandteil in oekoms "Periodensystem des Alltags": der Reihe Stoffgeschichten.

Soja

Abrechnung mit der Bohne

Der globale Soja-Wahn hält an. In diesem Jahr hat Brasilien den langjährigen "Soja-Weltmeister" USA überflügelt. Soja-Plantagen fressen sich immer weiter durch Lateinamerika und bald auch durch den afrikanischen Kontinent. Die "Wunderbohne" scheint ihre zweifelhafte Erfolgsstory also fortzusetzen – und das obwohl sie ihre Schattenseiten längst offenbart hat.

Norbert Suchanek berichtet in "Der Soja-Wahn. Wie eine Bohne ins Zwielicht gerät" von den Folgen des Sojabooms für Mensch und Natur und entlarvt einschlägige Mythen rund um das wichtigste Eiweiß-Futtermittel. Aktuell ist der in Rio de Janeiro lebende Autor auf Vortragsreise unterwegs: Er informiert über die aktuellen Entwicklungen in Brasilien und die Hintergründe des weltweit anhaltenden Soja-Booms. Die Termine finden Sie hier

Welternährung I

Global denken – lokal säen

Der Skandal ist bekannt: Eine Milliarde Menschen leidet Hunger, während sich in anderen Teilen der Welt Fettleibigkeit ausbreitet. Doch von einer Lösung des Problems scheinen wir so weit entfernt zu sein wie nie, denn die Nahrungsmittelproduktion stagniert, während die Weltbevölkerung wächst. Dabei gibt es – wie die politische ökologie "Welternährung" zeigt – innovative Ansätze, die eine zukunftsfähige Landwirtschaft und die Ernährung der Weltbevölkerung ebenso im Auge haben wie die Gewährleistung von Menschenrechten und den Schutz von Klima, Ressourcen und Biodiversität.

Lesen Sie den Beitrag "Reiche essen Erde auf – Vom Hunger in der Welt" von Marita Wiggerthale aus der politischen ökologie 128 als kostenlose Leseprobe.

Zum 25-jährigen Jubiläum der politischen ökologie erhalten Sie 50 % Ermäßigung auf ein Probeabo: 9,70 € statt 19,40 €

Welternährung II

Lösungen für eine satte Zukunft

Nichts von seiner Aktualität verloren hat auch der Bericht "Zur Lage der Welt 2011" des Worldwatch Institute (WWI): "Hunger im Überfluss. Neue Strategien gegen Unterernährung und Armut". Die Autoren stellen praktische und nachhaltige Lösungen zur Zukunft der Welternährung vor – von der Tropfbewässerung über den Biolandbau bis zu Urban Gardening und Agroforstwirtschaft.

Ökolandbau I

Und er ernährt sie doch!

"Biologische Landwirtschaft ist ja ganz schön, kann aber die Weltbevölkerung nicht ernähren!" Gerne wird mit diesem vermeintlichen Totschlagargument die Diskussion um eine nachhaltige Landwirtschaft abgewürgt. Kann wirklich nur eine weitere Expansion industrialisierter Landwirtschaft die Erträge steigern und Hunger lindern?

Ganz im Gegenteil, wie der von Kurt Egger – dem Pionier des Ecofarming in den Tropen – und Stephan Pucher herausgegebene Band "Was uns nährt, was uns trägt. Humanökologische Orientierung zur Welternährung" vor Augen führt. Gerade eine standortgerechte und naturnahe Landwirtschaft führt zum Einklang von physischer und kultureller Ernährung. Sie schafft Ernährungssouveränität, sichert Menschenrechte und schützt Ressourcen und Klima.

Ökolandbau II

Wegweiser für eine ökologische Agrar- und Ernährungskultur

Wie ernähren wir eine wachsende Weltbevölkerung? Die Lösungsvorschläge sind vielfältig und reichen von einer hochtechnisierten Intensivierung bis hin zur kleinbäuerlichen Subsistenzlandwirtschaft. Sicher ist: Eine langfristig nachhaltige Lebensmittelproduktion ist am ehesten von einer ökologischen Landwirtschaft zu erwarten. Das heißt auch: Der Ökolandbau muss sich weiterentwickeln und hat sich permanent neuen Herausforderungen aus Praxis, Wissenschaft und Politik zu stellen.

Die Zeitschrift Ökologie & Landbau begleitet diese Entwicklung seit nunmehr 35 Jahren – immer auf dem aktuellen Stand der Forschung und bereit zu kontroversen Diskussionen: das Vordenkermedium der Bio-Branche.

Testen Sie Ökologie & Landbau, die führende unabhängige Fachzeitschrift für die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Zum 35-jährigen Bestehen erhalten Sie 50 % Ermäßigung auf ein Probeabo: 6,65 € statt 13,30 €

Stadtgärtnern

Pflanze Dein eigenes Mittagessen

Sie gärtnern in Hochbeeten, produzieren Gemüse und Obst auf Brachflächen und bepflanzen auch mal Verkehrsinseln: Die neuen urbanen Gärtner sorgen für Farbe in den Städten! Was sie treibt, ist das archaische Vergnügen zu säen, zu pflanzen und nicht zuletzt: sich einen Teil der eigenen Nahrung selbst zu beschaffen.

Martin Raspers kundiger Führer "Vom Gärtnern in der Stadt. Die neue Landlust zwischen Beton und Asphalt" stellt die urbane Gartenszene und ihre vielfältigen Initiativen vor und erläutert die ökologischen und kulturellen Hintergründe des Gärtnerns. Praxistipps und Adressen machen das Buch zum unentbehrlichen Ratgeber für alle Stadtgärtner – und solche, die es werden wollen.

Ernährungsökologie

Weit mehr als nur das Essen auf dem Tisch

Ob Armut, Übergewicht oder Klimawandel – viele Probleme unserer Zeit haben einen direkten oder indirekten Bezug zur Ernährung. Und sie stehen miteinander in Wechselwirkung, wie das Beispiel Energiepflanzen zeigt: Um den Klimaschutz zu fördern, wird ihr Anbau forciert – das führt inzwischen zu einer Verschärfung der Nahrungsmittelknappheit.

Die Ernährungswissenschaftler Ingrid Hoffmann, Katja Schneider und Claus Leitzmann führen in ihrem Buch "Ernährungsökologie. Komplexen Herausforderungen integrativ begegnen" in das Konzept der Ernährungsökologie ein und zeigen, wie groß das Potenzial für Problemlösungen ist, wenn Fragen der Ernährung als mehrdimensionale Phänomene begriffen werden.

Das Klimasparbuch

Klima schützen und genießen

Dass Bio-Brot nicht nur gut für die Böden, sondern auch für das Klima ist, wussten Sie bestimmt schon. Aber dass Frischkäse klimafreundlicher ist als Emmentaler? Und dass Sie mit kleinen Verhaltensänderungen beim Essen und Trinken Jahr für Jahr nicht nur kräftig CO2-Emissionen, sondern auch ordentlich Geld sparen können?

Das "Klimasparbuch" liefert Ihnen das nötige Rüstzeug dazu: Mit nützlichen Tipps und über 50 attraktiven Gutscheinen zeigen Ihnen auch die neuen Ausgaben, dass sich Nachhaltigkeit lohnt – für den Geldbeutel und die Lebensqualität. Aktuell erschienen sind die Ausgaben München und Frankfurt 2013; in wenigen Wochen folgen Aachen und Hannover. Weiterhin erhältlich sind Köln, Stuttgart und Münster 2012.

Weitere Informationen über das Klimasparbuch und einen Überblick über die Gutscheine in Ihrer Stadt finden Sie unter www.klimasparbuch.net

Veranstaltungen

26.-30.09., Wieck, Zingst, Stralsund: Darsser NaturFilmFestival. Die Zeitschrift Nationalpark ist Medienpartner. Weitere Informationen finden Sie hier

27.-28.09. Karlsruhe, ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie: Ressourceneffizienzkongress Baden-Württemberg. Der oekom verlag ist mit einem Büchertisch vor Ort. Weitere Informationen finden Sie hier

28.09., Hamburg, Unilever Haus: BUDNI-Fachkonferenz "Nachhaltiger Konsum – die Verantwortung von Industrie und Handel" zum 100-jährigen Jubiläum der Firma Budnikowsky. Der oekom verlag ist Medienpartner. Weitere Informationen erhalten Sie hier

3.10., 15.30 h, Birmensdorf (CH), Eidgenössische Forschungsanstalt WSL: Vortrag der oekom-Autorin Christa Müller zum Thema "Urban Gardening – Über die Rückkehr der Gärten in die Stadt. Weitere Informationen erhalten Sie hier

5.10., Berlin, Freie Universität: 2012 Berlin Conference: Evidence for Sustainable Development. Der oekom verlag ist mit einem Büchertisch vor Ort. Weitere Informationen erhalten Sie hier

6.10., Moskau, Goethe-Institut, Vortrag der oekom-Autorin Christa Müller zu Urban Gardening. Weitere Informationen erhalten Sie hier

7.10., München, Gemeinschaftsgarten o'pflanzt is!: Lesung des oekom-Autors Martin Rasper zu seinem Buch "Vom Gärtnern in der Stadt. Die neue Landlust zwischen Beton und Asphalt". Weitere Informationen erhalten Sie hier

10.-26.10., 6. Münchner Klimaherbst zum Thema "Ernährung – Zukunft auf dem Tisch". Weitere Informationen erhalten Sie hier

10.-14.10., oekom auf der Frankfurter Buchmesse. Weitere Informationen erhalten Sie hier

10.10., 16 h, Frankfurter Buchmesse, Green Hour im Forum Verlagsherstellung: A Roadmap to Green Publishing. Ergebnisse des Projektes "Nachhaltig Publizieren". Weitere Informationen erhalten Sie hier

11.-12.10, Benediktbeuern, Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK): DBU-Herbstsymposium "Netzwerk Naturerbe – Ein National Trust für Deutschland?". Weitere Informationen finden Sie hier

11.-12.10., Dresden-Pillnitz, Aula des LfULG: 11. Fachtagung "Kraftstoff Pflanzenöl" der Grünen Liga Sachsen e.V. Der oekom verlag ist Medienpartner. Weitere Informationen erhalten Sie hier

12.10., 18.30 h, Frankfurter Sparkasse: Buchpräsentation und Vortrag des oekom-Autors Jorgen Randers zu "2052 – A Global Forecast for the Next Years. Commemorating the Forty Year Anniversary of the Limits to Growth". Weitere Informationen erhalten Sie hier

13.10., 12 h, München, Haus der Architektur: Vortrag der oekom-Autorin Christa Müller zum Thema "Urban + Guerilla Gardening – (Frei)Raumaneignung als Ausdruck gesellschaftlicher Teilhabe", im Rahmen des bdla-Planerforums "Münchner Mischung". Weitere Informationen erhalten Sie hier

15.-16.10., Erfurt, Kaisersaal und Rathaus: Netzwerk21 Kongress "Nachhaltigkeit gestalten – selbst ist die Region!". Weitere Informationen erhalten Sie hier

16.-17.10., Suhl, Hotel Thüringen: Vortrag und Workshop mit dem oekom-Autor Niko Paech zu den Themen "Befreiung vom Überfluss – auf dem Weg zu einer Postwachstumsökonomie" und "Lust auf Leben nach der Krise". Weitere Informationen erhalten Sie hier

17.-18.10., Offenburg, Messe: Abwasser.Praxis. Der Kongress mit Fachmesse widmet sich ausschließlich dem Thema Abwasser und integriert den 6. Schwanauer Fremdwassertag. Die Zeitschrift "Der Umweltbeauftragte" ist Medienpartner der Veranstaltung. Weitere Informationen erhalten Sie hier

19.10., 20 h, Dorfen, Jacobmeyersaal, Tagwerk-Abend zum Internationalen UN-Jahr der Genossenschaften mit einem Vortrag des oekom-Autors Niko Paech zu "Wege aus der Wachstumsfalle". Weitere Informationen erhalten Sie hier

Impressum:

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Waltherstraße 29
D-80337 München
Geschäftsführer: Jacob Radloff
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www.oekom.de

Redaktion:

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Fon +49/(0)89/54 41 84 - 34
Fax +49/(0)89/54 41 84 - 49
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