Die neuesten Informationen zu Umwelt
und Nachhaltigkeit aus dem oekom verlag.

300 Jahre Nachhaltigkeit

Vom 15. bis 21. Juni 2013 ruft der Rat für Nachhaltige Entwicklung zur "Deutschen Aktionswoche Nachhaltigkeit" auf. Ziel ist es, das vielfältige Engagement für Nachhaltigkeit sichtbar zu machen und Ideen für eine nachhaltige Zukunft zu sammeln – jede(r) kann mitmachen! Auch wir sind dabei: Der oekom verlag bietet seit mehr als 20 Jahren ein Forum für nachhaltige Ideen. Zum "Jahr der Nachhaltigkeit 2013" setzen wir in unseren Publikationen einen entsprechenden Schwerpunkt. Finden Sie Ihre inspirierende Lektüre in dieser Sonderausgabe unseres Newsletters – und lesen Sie hier mehr zum Jubiläumsjahr.

Wo fing alles an?

Die Geburtsurkunde der Nachhaltigkeit

Beim 34. Deutschen Evangelischen Kirchentag 2013 in Hamburg bezog sich sogar die Bundeskanzlerin darauf: In "Sylvicultura oeconomica oder Haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur Wilden Baum-Zucht" verwendete der sächsische Universalgelehrte Hans Carl von Carlowitz erstmals den Begriff der "nachhaltenden Nutzung". Angesichts des grassierenden Brennstoffmangels forderte er, dass immer nur so viel Holz geschlagen werden sollte, wie durch planmäßige Aufforstung nachwachsen konnte. Schmökern Sie in der bibliophilen, kommentierten Ausgabe dieses Klassikers und entdecken Sie, wie Carlowitz schon vor 300 Jahren den Schlüsselbegriff des 21. Jahrhunderts mit Inhalt und Bedeutung gefüllt hat. Oder erfahren Sie mehr zur Person Carlowitz und zu seiner Bedeutung in "Die Erfindung der Nachhaltigkeit. Leben, Werk und Wirkung des Hans Carl von Carlowitz", herausgegeben von der Sächsischen Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft.

Worum geht es eigentlich?

Basiswissen zur Nachhaltigkeit

Von der Bahnfahrt bis zum neuen Gewerbegebiet, von Fairem Handel bis zum Artenschutz – Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung betreffen alles und jeden. Das Lehr- und Lernbuch "Grundkurs Nachhaltigkeit. Handbuch für Einsteiger und Fortgeschrittene", herausgegeben von Claus-Peter Hutter, Karin Blessing und Rainer Köthe, schafft Durchblick bei einem komplexen Thema. In 16 Kapiteln werden Grundlagenwissen, Zusammenhänge und die entsprechenden Begrifflichkeiten vermittelt. Das Buch hilft, ökologische Zusammenhänge zu erfassen und richtet sich an ein breites Publikum: Lehrer und Schüler, Ehrenamtliche und Beamte, Politiker und Wähler, sie alle sind wertvolle Multiplikatoren, die das Gelesene und Erlernte dann auf ihre eigene Art ergänzen, interpretieren und in ihre Aktionsfelder weitertragen können. Denn Nachhaltigkeit gedeiht durch Wissen und Mitmachen.

Wie geht das im Alltag?

Nachhaltigkeit beginnt mit Genügsamkeit

Würden wir eine Welt vermissen, in der man unter drei Dutzend Fernsehprogrammen wählen kann, immer den neuesten Tablet-PC in der Tasche hat und sich am Wochenende zwischen einem Kurztrip nach London oder einer Probefahrt im spritzigen Cabriolet glaubt entscheiden zu müssen? Wäre es nicht schöner, wieder mehr Zeit für Familie und Freunde zu haben, Zeit um selbst Musik zu machen oder Nachbarn zu helfen? Doch wir stecken oft fest im Teufelskreis aus Konsumwunsch und Zeitmangel. Und unser Ruf nach "mehr" lässt Rohstoffe schwinden und treibt die Umweltzerstörung voran. In "Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie" liefert der Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech den Gegenentwurf dazu: Nachhaltige Entwicklung beginnt mit Genügsamkeit. Das von Paech skizzierte Wirtschaften wäre maßvoller, aber auch stabiler und ökologisch verträglicher. Und es würde viele Menschen entlasten, denen im Hamsterrad der materiellen Selbstverwirklichung schon ganz schwindlig wird.

Was können wir vor Ort tun?

Nachhaltigkeit als kommunale Herausforderung

Auf, in und unter Wohnhäusern, öffentlichen Gebäuden sowie Gewerbe- und Industriebauten sind sie mittlerweile omnipräsent: Photovoltaikmodule, Solar- und Geothermieanlagen, Wärmespeicher etc. Dadurch tragen wir nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern befreien uns auch von der Abhängigkeit von Brennstoffimporten, steigern durch sauberere Luft spürbar unsere Lebensqualität und verringern die Gefahr von Gesundheitsschäden.
Was Städte sonst noch tun können, um zu postfossilen Zentren zu werden, und was jede(r) Einzelne als kleiner Teil des großen Ganzen dazu beitragen kann, erfahren Sie in der neuen Ausgabe der Zeitschrift politische ökologie "Baustelle Zukunft. Die große Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft". Direkt zum Artikel "Urbane Transformationstrends. Das Zauberwort heißt Resilienz" des Stadtsoziologogen Bernhard Stratmann geht es hier.

Neugierig geworden? Dann sichern Sie sich jetzt Ihr günstiges Probeabo der Zeitschrift politische ökologie – zwei Ausgaben für nur 18,50 Euro statt 33,90 Euro (inkl. Versandkosten).

Wie schaffen wir den Wandel?

Wege für einen nachhaltigen Umbau der Gesellschaft

Der "grüne Wandel" ist keine Zukunftsvision, er ist vielerorts bereits Realität: Menschen produzieren ihre Lebensmittel selbst, fossile Energieträger sind auf dem Rückzug, in Städten dominieren Busse, Radfahrer und Fußgänger, weltweit boomen die Umwelttechnologien. Die Weichen sind gestellt – aber wir müssen auf den Zug aufspringen, um den Wettlauf mit der ökologischen Krise zu gewinnen. Das Buch "Bericht aus der Zukunft. Wie der grüne Wandel funktioniert" von Marcus Franken, herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung, zeigt anhand zahlreicher "Beispiele des Gelingens" auf, wie sich der Wandel weiterverfolgen und intensivieren lässt und präsentiert erfolgversprechende Ansätze, die Lust auf eine andere Zukunft machen.

Was essen wir?

Nachhaltige Ernährung als Genussgewinn

Kaufen Sie Ihr Gemüse im Discounter oder auf dem Markt? Mit Ihrer Kaufentscheidung treffen Sie auch eine Wahl, wie das Lebensmittelsystem aussehen soll; Essen ist damit eine politische Handlung, mit der Sie aktiv Einfluss darauf nehmen, wie Ihre Lebensmittel produziert, verarbeitet und verkauft werden. Slow Food sieht die Verbraucher(innen) in diesem Sinne als "Koproduzent(innen)", die aktiv daran mitwirken können, dass Lebensmittel im Slow Food-Sinne "gut, sauber und fair" sind. So macht nachhaltige Ernährung Spaß! Lesen Sie hier im Artikel von Eva-Maria Endres in der aktuellen Ausgabe des Slow Food Magazins, wie dieser Gedanke auf den "Earth Markets" von Wien bis Tel Aviv umgesetzt wird.

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Wie viel Wasser brauchen Radieschen?

Urbanes Gärtnern als Beitrag einer nachhaltigen Stadtkultur

Sie gärtnern in Hochbeeten, produzieren Gemüse und Obst auf Brachflächen und bepflanzen auch mal Verkehrsinseln: Die neuen urbanen Gärtner sorgen für Farbe in den Städten! Was sie treibt, ist das archaische Vergnügen zu säen, zu pflanzen und einen Teil ihrer Nahrung selbst zu erzeugen. Martin Raspers Buch "Vom Gärtnern in der Stadt. Die neue Landlust zwischen Beton und Asphalt" ist ein kundiger Führer durch die urbane Gartenszene und ihre vielfältigen Initiativen. Es liefert nicht nur zahlreiche Praxistipps und Adressen, sondern erzählt auch von der tiefen Verwurzelung des Gartens in unserer Kultur, von der bedrohten Vielfalt der Obst- und Gemüsesorten, vom Garten als Ökosystem und seinem wichtigsten Bestandteil, einem lebendigen Boden. Ein unentbehrlicher Ratgeber für alle Stadtgärtner – und solche, die es werden wollen.

Wem können wir nacheifern?

Vordenker(innen) der Nachhaltigkeit

Was haben ein Ausdauersportler, ein Unternehmer und eine Forscherin gemeinsam? Sie sind Preisträger(innen) des B.A.U.M.-Umweltpreises, der seit 20 Jahren vom Bundesdeutschen Arbeitskreis für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M.) e.V. vergeben wird. Sie sind Idealisten und Wagemutige, Überzeugungstäter, die zu Pionieren der Nachhaltigkeit wurden – und so dafür sorgen, dass unser Wirtschaften nachhaltiger wird. Im Buch "Pioniere der Nachhaltigkeit" werden Preisträger vorgestellt, die sich in und mit ihrer Arbeit und ihren besonderen Ideen der Umwelt und dem Nachhaltigkeitsgedanken widmen – als Vordenker(innen) ihrer Branche und immer mit außergewöhnlich großem persönlichen Engagement.

Was ist richtig?

Nachhaltigkeit als Sozialprinzip

Auch wenn "Nachhaltigkeit" mittlerweile kein neues Konzept mehr ist, die Nachhaltigkeitsforschung darf als noch junges Feld der Wissenschaft gelten. Die Reihe "Hochschulschriften zur Nachhaltigkeit" versammelt das gesamte Spektrum und gilt als disziplinunabhängiges, etabliertes Forum für Forschung und Lehre. Endlich wieder lieferbar aus der Reihe ist nun das Standardwerk von Markus Vogt: In "Prinzip Nachhaltigkeit. Ein Entwurf aus theologisch-ethischer Perspektive" eröffnet er einen Dialog zwischen Schöpfungstheologie und Naturwissenschaften und analysiert aus gerechtigkeitstheoretischer Perspektive globale und intergenerationelle Verteilungskonflikte.

Was, wann, wo? Veranstaltungen rund um das Thema "Nachhaltigkeit"

10.3.-3.11., Freiburg im Breisgau, Holzhaus: Ausstellung "Holzzeit" – Zur nachhaltigen Nutzung von Wald und Holz. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

17.6., 20.15-22 h, Juist, Strandpromenade: "Mut zur Nachhaltigkeit" – Präsentation im Rahmen der Deutschen Aktionswoche Nachhaltigkeit. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

18.6., 18 h, Berlin, Architektenkammer: "Beispielhafter Holzbau in Berlin" – Präsentation im Rahmen der Deutschen Aktionswoche Nachhaltigkeit. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

19.6., 17 h, Freiberg, TU Bergakademie: 4. Carl-von-Carlowitz-Vorlesung zum Thema "Exkursion in Zeit und Raum – eine historische Perspektive auf die Nachhaltigkeit". Die Sächsische Hans-Carl-von-Carlowitz-Gesellschaft ist mit einem Büchertisch vor Ort, auf dem auch die im oekom verlag neu erschienene, moderne Edition von "Sylvicultura oeconomica" und "Die Erfindung der Nachhaltigkeit. Leben, Werk und Wirkung des Hans Carl von Carlowitz" vertreten sein werden. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

21.6., 17-1 h, München, LMU/TU/Hochschule München: Nacht der Nachhaltigkeit an den Münchner Hochschulen, u. a. mit Vorträgen der oekom-Autoren Franz Josef Radermacher und Weert Canzler. Der oekom verlag ist am Veranstaltungsort Ludwig-Maximilians-Universität mit einem Büchertisch vor Ort. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

21.-22.6., Regensburg, Bürgerfest: Blau-weiße Schnippeldisko auf dem Regensburger Bürgerfest. Der oekom verlag ist mit dem Slow Food Magazin vor Ort und wird dieses zum Kennenlernen kostenlos verteilen. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

25.-26.6., 10-17 h, Würzburg, Vogel Convention Center: "Stadt – Land – Umwelt Mainfranken": Business to Business-Messe für Energieeffizienz und Ressourceneffizienz in Unternehmen, Kommunen und Gemeinwesen. Der oekom verlag ist mit einem Büchertisch vor Ort. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

27.-28.6., Bad Reichenhall, Altes Königliches Kurhaus: Tagung des Bayerischen Forstvereins: "Nachhaltige Forstwirtschaft im Hochgebirge". Weitere Informationen erhalten Sie hier.

28.6., Freising, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf: 24. Weihenstephaner Forsttag zum Thema "Welche Zukunft hat die Buche?". Weitere Informationen erhalten Sie hier.

29.-30.6., München, Ludwig-/Leopoldstraße: Streetlife-Festival. Der oekom verlag ist mit dem Slow Food Magazin am Stand von Slow Food München (nördlich des Siegestors) vertreten. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

30.6.-4.7., tgl. 10-17 h, Rottenburg am Neckar, Eugen-Bolz-Platz: PEFC-Aktionstage und PEFC-Mitgliederversammlung 2013. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

5.7., 18 h, München, HVB-Forum: Vortrags- und Diskussionsabend zum Thema "Wege aus der Wachstumsfalle" mit dem oekom-Autor Niko Paech als Hauptredner. Der oekom verlag ist mit einem Büchertisch vor Ort. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

12.-14.7., Wien, MuseumsQuartier: Biorama FairFair: Fashion – Design – Food Market for Sustainable Products. Der oekom verlag ist am Stand der Buchhandlung Buchkontor vertreten. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

21.7., 10-17 h, Lohr am Main, Bayerische Forstschule: Tag der offenen Tür. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

15.-18.8., Luzern, Messe: 22. Internationale Forstmesse. Der oekom verlag ist mit seinen Zeitschriften Nationalpark und Ökologie & Landbau am Fachpressestand der Messe vertreten. Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Impressum:

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Waltherstraße 29
D-80337 München
Geschäftsführer: Jacob Radloff
Amtsgericht München HRB 102023
www.oekom.de


Redaktion:

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Fon +49/(0)89/54 41 84 – 34
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