Die neuesten Informationen zu Umwelt & Nachhaltigkeit.

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Liebe Leserinnen und Leser,

ach! Es ist Herbst, da holen wir Rilke aus der lyrischen Hausapotheke: "Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr" – dass neu bauen eh nicht nötig ist, weiß unser Autor Daniel Fuhrhop (dazu unten mehr). Die Zeile " … und jage / die letzte Süße in den schweren Wein" verspricht alkoholreiche Genüsse. Was wir sagen wollen: Im Herbst neigt man zum "Homing", bleibt lieber daheim und lässt die Winde draußen auf den Fluren. Eine gute Gelegenheit für nachhaltige Lektüre! Wenn Sie aber dem Ruf des Sofas widerstehen wollen, gehen Sie doch mal wieder mit guten Freunden essen – der neue Slow Food Genussführer bietet mehr als 500 Gasthaus-Empfehlungen für Sie. Ob daheim oder unterwegs: Diskussionsstoff bieten unsere Neuerscheinungen im Oktober.  

Herbstliches Lesevergnügen wünscht

Inhalt

1. Slow Food Genussführer 2017/18: Das Warten hat ein Ende >

2. Wachstumskritik: Maßnahmenkatalog des Club of Rome >

3. Städtebau: Willkommen ist mehr als Ankommen >

4. Energiewende 1: Vom Umlenken und Umdenken >

5. Energiewende 2: Transformationsprozesse und die Wissenschaft >

6. Lebensmittelverschwendung: Ein Herz für krumme Dinger >

7. Lebensmittel: Der Käufer spart, die Allgemeinheit zahlt >

8. denk.stoff: Nachhaltige Blätter >

9. Veranstaltungen: Wieck/Darß, München, Kleinblittersdorf … >

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Slow Food Genussführer 2017/18

Das Warten hat ein Ende

Er leuchtet in sattem Orange wie ein Kürbis frisch vom Feld: Der neue Slow Food Genussführer Deutschland 2017/18 > ist da! Mit über 500 Gasthausempfehlungen, darunter 157 neuen, präsentiert er sich mehr denn je als Restaurantguide für all diejenigen, denen eine ehrliche Küche ohne Chichi und Zusatzstoffe am Herzen liegt – frisch, saisonal und nach guter Handwerkskunst zubereitet.
Mit dem umfangreichen "ABC der regionalen Spezialitäten" wurde außerdem eine kleine kulinarische Heimatkunde eingeführt. Darin erfahren Sie, was sich hinter Pfefferpotthast, Rauchemaat oder Ofenflutschern verbirgt – eine kulinarische Entdeckungsreise durch Deutschland. Guten Appetit! 

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Wachstumskritik

Maßnahmenkatalog  des Club of Rome

Trotz des steten Wirtschaftswachstums in den vergangenen 30 Jahren hat sich die Lebenssituation der Mehrheit der Menschen in den Industriestaaten nicht verbessert. Die Schere zwischen Arm und Reich ist weiter auseinander gegangen, Millionen Menschen haben keine Arbeit. Doch für konventionelle Ökonomen bleibt Wachstum das Allheilmittel.

Ein fataler Irrtum, warnen Graeme Maxton und Jorgen Randers im neuen Bericht an den Club of Rome Ein Prozent ist genug. Mit wenig Wachstum soziale Ungleichheit, Arbeitslosigkeit und Klimawandel bekämpfen >. Sie präsentieren einen Maßnahmenkatalog für Politik und Wirtschaft und stellen dabei auch unpopuläre Forderungen, etwa die nach einer längeren Lebensarbeitszeit oder nach höheren Erbschaftssteuern. Sie sind überzeugt: Das Reformprogramm,  maßgeschneidert für Industrieländer mit minimalem Wachstum, würde Ungleichheit reduzieren, Demokratie fördern und den Klimawandel bremsen. Lesen und mitdiskutieren!

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Städtebau

Willkommen ist mehr als Ankommen

Deutschland hat im letzten Jahr fast eine Million Flüchtlinge aufgenommen – nach neuesten Zählungen des Bundesamtes für Migration. Wir hoch auch immer die genaue Zahl war: Jetzt sind die Menschen hier und brauchen Wohnraum. Müssen wir nun also alle Sorgen um Klimawandel und Flächenverbrauch hintanstellen und bauen, möglichst schnell, billig und viel?

Daniel Fuhrhop sagt: "Nein! Deutschlandweit stehen genug Häuser leer!" Um allen Flüchtlingen Wohnraum zu bieten, müssten wir jedoch klären, wie und wo wir in Zukunft wohnen wollen. Sein Buch Willkommensstadt. Wo Flüchtlinge wohnen und Städte lebendig werden > geht der Frage nach, wie wir Flüchtlinge so unterbringen können, dass Integration gelingt. Denn der Zuzug bietet auch enorme Chancen: Regionale Ungleichheiten zwischen aussterbenden Kleinstädten, und boomenden Metropolen lassen sich abmildern und unsere Städte können sich zu weltoffenen, lebendigen Orten der Begegnung entwickeln.  

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Energiewende 1

Vom Umlenken und Umdenken

Allen ist klar, das bei unserem Energiesystem ein Umlenken unumgänglich ist. Allein der Weg dahin und die konkreten Schritte sind umstritten. Und das ist nicht wenig, denn gebraucht wird zum einen eine klare politische Steuerung in Richtung Energiewende – etwa über steuerliche Anreize und das Einpreisen der wahren Kosten fossiler Energieträger. Zum anderen – nicht weniger wichtig – ist bei den Konsumentinnen und Konsumenten eine Veränderung der Wertvorstellungen und der Verhaltensweisen gefragt. Bernhard Enzesberger zeigt in Mit Vollgas so weiter? Ein Beitrag zur Diskussion um die Energiewende >, wo wir hierbei konkret ansetzen können und welche hervorragend funktionierenden Konzepte und Vorbilder es heute schon gibt.

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Energiewende 2

Transformationsprozesse und die Wissenschaft

Die Transformation, die durch die Energiewende angestoßen wird, zieht sich durch alle Systeme, die der Mensch geschaffen hat. Ein Umdenken hin zu einem bewussteren Umgang mit Energie und Umwelt – und damit zu effizienten und suffizienten Verhaltensweisen – muss daher als Gemeinschaftswerk gesehen werden. Gefragt sind dabei auch neue Formen der Partizipation und integrativer Momente in der Wissenschaft. Am Beispiel der Gebäudeenergiewende fragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Wuppertal Instituts in Wissen als transformative Energie. Zur Verknüpfung von Modellen und Experimenten in der Gebäude-Energiewende > danach, wie sich komplexe soziotechnische Transformationsprozesse zu einer nachhaltigen Entwicklung wissenschaftlich begleiten lassen. 

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Lebensmittelverschwendung

Ein Herz für krumme Dinger

Kartoffeln in Herzform? Wie süß, findet so manches Kind – ganz anders der Bauer, für ihn bedeuten die krummen Dinger in den meisten Fällen ein Verlustgeschäft, denn Gemüse und Kartoffeln, die keine genormte Form haben, lassen sich kaum verkaufen. Warum? Weil sie schwieriger zu schälen sind, weil sie sich maschinell schwer verarbeiten lassen (etwa zu Pommes) oder weil wir Verbraucher(innen) sie schlicht nicht schön finden. Was wir gegen die Lebensmittelverschwendung tun können – privat am eigenen Herd und insgesamt als Gesellschaft durch eine andere Politik – lesen Sie im Dossier der aktuellen Ausgabe des Slow Food Magazins >. Die Einführung ins Thema von Anke Klitzing und noch mehr kostenlose Leseproben finden Sie auf unserer Homepage.

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Lebensmittel

Der Käufer spart, die Allgemeinheit zahlt

Bio ist nicht zu teuer, sondern herkömmliche Lebensmittel sind zu billig. Denn die Kosten, die die Herstellung konventioneller Produkte verursacht, werden nicht vom Kunden beim Einkauf direkt bezahlt. Ob übernutzte Böden, verunreinigtes Wasser oder Verlust der Artenvielfalt – diese Schäden stehen auf einer anderen Rechnung und müssen früher oder später von uns allen getragen werden. Mit dieser Problematik befasst sich die aktuelle Ausgabe der ÖKOLOGIE & LANDBAU > mit dem Schwerpunkt "Wahre Kosten". Den Leitartikel von Leo Frühschütz finden Sie als kostenlose Leseprobe auf unserer Homepage.

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denk.stoff

Nachhaltige Blätter

Immer wenn draußen die Blätter fallen, blättern wir den denk.stoff auf: Die 16-seitige Broschüre gibt einen schnellen Überblick über Bestseller, Sachbuch- und Fachbuchnovitäten aus dem oekom verlag sowie sämtliche oekom-Zeitschriften. Ob Sie privat ein besseres Leben ohne Plastik ausprobieren wollen oder beruflich aktuelle Forschungsergebnisse zur Bürgerbeteiligung suchen: im denk.stoff werden Sie fündig! Blättern Sie hier im PDF > oder bestellen Sie ein Exemplar – gedruckt mit mineralölfreien Druckfarben auf 100% Recyclingpapier mit Blauem Engel.  

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Veranstaltungen

5.–9.10.2015, Wieck/Darß: Darßer NaturfilmFestival. Weitere Informationen finden Sie hier >

8.10.2016, München: Klimaherbst Think Tank – wer, wenn nicht wir? Weitere Informationen finden Sie hier >

9.10.2016, Kleinblittersdorf: Buchvorstellung/Autorenlesung/Ortsgespräch "Der leise Atem der Zukunft", Ulrich Grober. Weitere Informationen finden Sie hier >

11.–12.10.2016, Frankfurt a. M., InterCity Hotel, Airport: 2. Umweltgipfel "Neue Vorgaben und Perspektiven für den betrieblichen Umweltschutz". Weitere Informationen finden Sie hier >

12.10.2016, Graz: Daniel Fuhrhop: Vortrag an der kunstgeschichtlichen Fakultät der Karl-Franzens-Universität. Weitere Informationen finden Sie hier >

12.10.2016, 19.30 Uhr, Salzburg: Buchpräsentation "Von nichts zu viel – für alle genug", Hans Holzinger. Weitere Informationen finden Sie hier >

18.10.2016, München: Autorenlesung mit Diskussion, Ulrich Grober "Der leise Atem der Zukunft". Weitere Informationen finden Sie hier >

20.10.2016, 15–16 Uhr, Frankfurt, Buchmesse: POLITIK TRIFFT BUCH vorwärts auf der Frankfurter Buchmesse Informationen für Referenten- Daniel Fuhrhop. Weitere Informationen finden Sie hier >

21.10.2016, Berlin, Heinrich-Böll-Stiftung: Jahrestagung Unternehmensgrün: "Auch Essen und Trinken ist politisch". Weitere Informationen finden Sie hier >

26.10.2016 Berlin, Ladenlokal: Buchvorstellung und Diskussion"Willkommensstadt" – Daniel Fuhrhop. Weitere Informationen finden Sie hier >

27.-28.10.2016, Dortmund, Rathaus: Netzwerk21 Kongress "Globale Nachhaltigkeitsziele – von der UN ins Quartier". Weitere Informationen finden Sie hier >

28.10.2016, 9.30 Uhr, Chemnitz, Opernhaus: 4. Sächsische Nachhaltigkeitskonferenz. Weitere Informationen finden Sie hier >

31.10.2016, 17.00 Uhr, Chemnitz-Rabenstein, St. Georg-Kirche: Buchvorstellung und Autorenlesung mit Ulrich Grober. Weitere Informationen finden Sie hier >

4.–6.11.2016, Zierenberg, Lebensbogen: Herbstreffen des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft. Weitere Informationen finden Sie hier >

15.11.2016, 20.00 Uhr, Sursee, Bürgersaal: Franz Hochstrasser: Referat "Konsum festlich verpackt". Weitere Informationen finden Sie hier >

19.11.2016, 19.00 Uhr, St. Margarethen im Lungau, Biohof Sauschneider: Hans Holzinger: "Alternativen zum Wachstumszwang". Weitere Informationen finden Sie hier >

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Impressum:

oekom verlag GmbH
Waltherstraße 29
80337 München
Geschäftsführer: Jacob Radloff
Amtsgericht München HRB 102023
www.oekom.de >

Redaktion:

Bettina Reinemann
Fon +49/(0)89/54 41 84 – 34
Fax +49/(0)89/54 41 84 – 49
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