Pressemitteilung

22.02.2017

Buchneuerscheinung: »Wir können uns ändern. Gesellschaftlicher Wandel jenseits von Kapitalismuskritik und Revolution«

Wie Veränderung gelingt

Sind Gene, Kapitalismus, Machtpolitik oder mangelnde Bildung schuld, wenn die Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft nicht wie gewünscht gelingt? Oder wenn mal wieder mein Plan scheitert, weniger Fleisch und Süßigkeiten zu essen? Was treibt Menschen und Gesellschaften an, was ermöglicht Wandel, und was blockiert ihn? Fragen, die den Kern des Nachdenkens über Politik, Zukunft und den einzelnen Menschen bilden.

Die Krise der EU oder das bloße Reden von Nachhaltigkeit – just die Gebildeten sind die größten Umweltsünder – bleiben zum Teil rätselhaft, wenn man allein bei Hirnforschung oder Kapitalismuskritik stehen bleibt. Versteht man gerade menschliche Gefühle und die unbewussten und zugleich wandelbaren Vorstellungen von Normalität besser, lässt sich gesellschaftlicher und individueller Wandel verstehen und sogar konstruktiv ermöglichen. Und zwar ohne eindimensional alles auf »den« Kapitalismus zu schieben oder in eine modische, aber folgenlose Revolutionsrhetorik zu verfallen.

Das neue Buch »Wir können uns ändern. Gesellschaftlicher Wandel jenseits von Kapitalismuskritik und Revolution« > (ET 20.3.17) des Nachhaltigkeitsforschers, Soziologen und Philosophen Felix Ekardt liefert dazu eine kompakte wie ganz neue Wege einschlagende Analyse. Historische Beispiele gelungener oder gescheiterter Veränderungen helfen ebenfalls beim Verständnis. Wie kam eigentlich das Wachstum in die Welt? Und ist das Aufkommen totalitärer Regimes im 20. Jahrhundert wirklich allein über autoritäre Kulturtraditionen, Wirtschaftskrisen, Gewalteinsatz und scheinbar charismatische Führerpersönlichkeiten erklärbar? Erst wer dies versteht, hält auch den Schlüssel zum gesellschaftlichen und persönlichen Wandel in der Hand.

Zu den nötigen Einsichten über Wandel gehört auch, dass man manche Dinge nicht oder kaum ändern kann, weder als Gesellschaft noch als Einzelner. Die Grundstruktur menschlicher Gefühle lässt sich nur schwer verändern, ebenso wie die überwiegend (nicht ausschließlich) eigennützige Richtung unseres Tuns und Lassens. Dagegen sind unsere Werthaltungen und Normalitätsvorstellungen beweglich – und auch was ganz konkret als eigennutzenförderlich angesehen wird, ist beeinflussbar. In all diesen Aspekten steckt eine große Portion Kultur, auch wenn menschliche Grundstrukturen teilweise der Evolutionsgeschichte entstammen. Tut man sich zusammen, hinterfragt man, ändert man politische Anreizstrukturen für Eigennutzenkalküle und Normalitätsvorstellungen, kann sich im Großen ziemlich viel bewegen. Und auch im Kleinen kommt man weiter, wenn man die gerade emotional grundierten Fallstricke durchschaut, die da lauern, wenn ich mir vornehme, meine Ernährung umzustellen oder immer morgens um sechs joggen zu gehen.

Fundamental nötig für ein weiterführendes Nachdenken über Wandel ist, dass die Einseitigkeit und wechselseitige Ignoranz der verschiedenen verhaltenswissenschaftlichen Fächer endet. Ökonomen gegen Soziologen, Psychologen gegen Ethnologen und Soziobiologen – damit macht Felix Ekardt konsequent Schluss und ermöglicht dadurch eine ganz neue Perspektive.

Felix Ekardt, »Wir können und ändern. Gesellschaftlicher Wandel jenseits von Kapitalismuskritik und Revolution«, 160 Seiten, Paperback, ISBN 978-3-86581-842-3, 14,95 Euro / 15,40 Euro (A). Auch als E-Book erhältlich.

Der Autor steht für Interviews zur Verfügung.

Prof. Dr. Felix Ekardt, Jahrgang 1972, Jurist, Soziologe und Philosoph, ist Leiter der Forschungsstelle Nachhaltigkeit und Klimapolitik in Leipzig und Berlin sowie Professor für öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Universität Rostock und Mitglied des Leibniz-Wissenschaftscampus Phosphorforschung Rostock. Seine Forschungsschwerpunkte sind Bedingungen sozialen Wandels sowie Politik, Recht und Ethik der Nachhaltigkeit. Regelmäßige Beiträge in Radio, Fernsehen und überregionalen Tageszeitungen; Politikberatung zur Energie- und Klimawende und allgemein zu Nachhaltigkeitsthemen auf EU-, Bundes- und Landesebene; zahlreiche Kommissionsmitgliedschaften, Auszeichnungen und Vorträge, etwa auf den Weltkongressen der Rechtsphilosophen, der Rechtssoziologen, der Düngerforscher, der Nachhaltigkeitsforscher und auf dem Weltökosteuerkongress. Im Ehrenamt ist er unter anderem Landesvorsitzender des BUND Sachsen. Persönlich hat er großen Spaß an vegetarischer, saisonaler und regionaler Ernährung, kleinen Wohnungen und einem Leben ohne Führerschein, Urlaubsflüge, Handys, Tablets, Mikrowellen, Spülmaschinen, Trockner und manchen weiteren Ballast der Überflussgesellschaft.

Weitere Infos: http://felix-ekardt.eu/ >

Veranstaltungen

Frankfurt am Main, 09. März 2017, 19:30 Uhr
Vortrag mit Felix Ekardt
GLS Bank Frankfurt a.M., Mainzer Landstraße 47, 60329 Frankfurt am Main
Weitere Infos: hier >

Erfurt, 03. April 2017, 10:40 Uhr
Vortrag beim bundesweiten Volkshochschulen-Kongress in Erfurt mit Felix Ekardt
Bildungshaus St. Ursula, Trommsdorffstraße 29, 99084 Erfurt
Weitere Infos: hier >

Heidelberg, 11. Mai 2017, 16:30 Uhr
Podiumsdiskussion mit Felix Ekardt auf dem Heidelberger Symposium
Heidelberger Club für Wirtschaft und Kultur e.V., Luisenstraße 3, 69115 Heidelberg
Weitere Infos: hier >

München, 01. Juni 2017, 19 Uhr
Vortrag mit Felix Ekardt: »Wir können uns ändern. Gesellschaftlicher Wandel jenseits von Kapitalismuskritik und Revolution«
Münchner Zukunftssalon, Waltherstraße 29, 80337 München
Weitere Infos: hier >

Berlin, 20. September 2017, 19:30 Uhr
Vortrag und Podiumsdiskussion mit Felix Ekardt in der Urania in Berlin
Urania Berlin e.V., An der Urania 17, 10787 Berlin
Weitere Infos: hier >

Weitere Vorträge mit Felix Ekardt finden Sie hier >.

 

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Bettina Reinemann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
oekom verlag GmbH
Waltherstraße 29
80337 München

Fon 089/54 41 84-34
Fax 089/54 41 84-49
Email reinemann@oekom.de >

Erhältlich ab dem 20. März 2017 im Buchhandel, unter www.oekom.de > oder bei

Verlegerdienst München GmbH
Gutenbergstraße 1
82205 Gilching
Fon +49/(0)81 05/388-577
Fax +49/(0)81 05/388-210

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