Die neuesten Informationen zu Umwelt & Nachhaltigkeit.

Liebe Leserinnen und Leser,

war da was – Wahlkampf zum Beispiel? Der ist monatelang nur so dahingedümpelt, das große "Fernsehduell" am Sonntag hat vor allem die große Einigkeit in der GroKo demonstiert ... Wäre nicht der Dieselskandal, Deutschland hätte in seiner Alles-bleibt-wie-es-war-Bräsigkeit das Sommerloch einfach von April bis September durchgezogen. So aber standen plötzlich Umweltthemen auf der Agenda. Und weil wir bei oekom schon lange der Überzeugung sind, dass eben diese Themen aber so was von auf die Tagesordnung gehören, haben wir Ihnen in diesem Sondernewsletter ein paar Beiträge zur Orientierung im Wahlkampf zusammengestellt.

Und vor lauter Lesen nicht vergessen: Wählen gehen!

Inhalt

TOP 1: Migration – Die Umwelt als Fluchtursache

Warum verlassen Menschen ihre Heimat und suchen eine bessere Zukunft in der Fremde? Ein bislang zu wenig beachteter Fluchtgrund sind Umweltveränderungen – ob kurzfristige Katastrophenereignisse oder langfristige wie der Klimawandel. Wie viele Menschen sind davon betroffen und in welchen Regionen der Welt? Welches sind die Fluchtrouten, welches die Zielländer? Können wir die Ursachen der Umweltmigration beseitigen, wie gut lassen sich Katastrophen vorhersagen?

Der neue Atlas der Umweltmigration > bringt die Herausforderung "Umweltmigration" auf die Agenda und liefert umfassende Zahlen und Fakten, detaillierte Karten und Grafiken. Die Autor(inn)en Dina Ionesco, Daria Mokhnacheva und François Gemenne sind überzeugt: Wird an den richtigen Stellen schnell gehandelt, können humanitäre Katastrophen verhindert und potenzielle Fluchtursachen bekämpft werden.

Nach oben

TOP 2: Wachstum – Wohlstand neu denken

"Es ist schwer, einen Klassiker zu verbessern, aber Jackson hat es geschafft!", so der renommierte US-Ökonom Herman E. Daly über Tim Jacksons Wohlstand ohne Wachstum – Das Update. Grundlagen für eine zukunftsfähige Wirtschaft >.

Mit der komplett überarbeiteten und stark erweiterten Fortsetzung aktualisiert der Autor seine brillante Kritik des vorherrschenden Wirtschaftssystems. Sie zeigt einmal mehr, worum es bei einem guten Leben auf einem endlichen Planeten wirklich geht – nämlich um Lebensqualität, Gemeinschaft, Widerstandsfähigkeit und Sinn.

Nach oben

TOP 3: Transformation – Potenziale in verschiedenen Branchen

Armut und Arbeitslosigkeit bekämpfen und gleichzeitig den Klimawandel – das ist die große Herausforderung unserer Zeit. Die Energiewende macht es vor, doch andere Wirtschaftsbereiche tun sich schwer.

Wo liegen die größten Hemmnisse und welche Schritte müssen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Ökonomie gegangen werden? Die Autor(inn)en des Buches Wirtschaft im Zukunfts-Check. So gelingt die grüne Transformation >, herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung, durchleuchten die wichtigsten Branchen – Mobilität, Wohnen, Energiewirtschaft, Landwirtschaft, Chemieindustrie, Maschinenbau und Stahlindustrie – und identifizieren ihre jeweiligen Nachhaltigkeitspotenziale.

Nach oben

TOP 4: Ernährung

Ein kleiner Aufreger Anfang August: In Hühnereiern vor allem aus den Niederlanden wurde giftiges Fipronil gefunden – es war wohl über ein Reinigungsmittel eingetragen worden. Staunend stellten wir Verbraucher(innen) fest, dass sogar die Desinfizierung von Hühnerfarmen von Spezialfirmen durchgeführt wird: Arbeitsteilung ist nunmal ein Grundprinzip der industriellen Landwirtschaft, in der immer größer, schneller, billiger produziert werden muss.

Aber wollen wir diese Landwirtschaft wirklich? Und falls nein: Wie können wir umsteuern? Das Slow Food Magazin > widmete seine Serie zur Bundestagswahl den politischen Fragen rund um Ernährung und Landwirtschaft – und den Antworten der Parteien. Lesen Sie alle drei Artikel kostenfrei als Leseprobe!

Nach oben

TOP 5: Energie – Fahrplan für den Kohleausstieg

Sie ist für den Großteil der CO2-Emissionen aus der Stromproduktion verantwortlich, sie gilt als Dreckschleuder und verursacht hohe Folgekosten – eigentlich sollte die Kohle als Energieträger längst ausgedient haben. Doch der Ausstieg geht nur langsam voran. Die politische ökologie > zeigt in ihrer Ausgabe 149 "Kursbuch Kohleausstieg. Szenarien für den Strukturwandel", wie es gehen könnte: Sie porträtiert Akteure, die den Strukturwandel voranbringen, diskutiert, wie ein sozialverträglicher Kohleausstieg mach- und finanzierbar ist und wie ihn andere Länder gestalten. Damit liefert sie einen Fahrplan, den die kommende Bundesregierung nur noch umzusetzen bräuchte ...

Nach oben

TOP 6: Revolution – Ermunterung zur Einmischung

Erhard Eppler – Umwelt- und Entwicklungspolitiker der ersten Stunde – feierte letzten Dezember seinen 90. Geburtstag. Dass er trotz seines hohen Alters kein bisschen leise geworden ist, zeigt seine jüngste Zusammenarbeit mit Niko Paech, einem der profiliertesten Wachstumskritiker unserer Zeit. In ihrem gemeinsamen Gesprächsband Was Sie da vorhaben, wäre ja eine Revolution ... > führen die beiden "Ein Streitgespräch über Wachstum, Politik und eine Ethik des Genug". Ein lebendiges Zeugnis für die beginnende Revolution unseres Weltbildes – und nicht zuletzt ein beeindruckendes Dokument einer Streitkultur, die uns leider zunehmend verloren geht: Wo ebenso sachlich argumentiert wie aufmerksam zugehört wird, wo es um Überzeugungen und Haltung geht, wo mit Leidenschaft, aber ohne persönliche Angriffe diskutiert wird. Gerade in Wahlkampfzeiten absolut lesenswert!

Nach oben

TOP 7: Partizipation – Methoden für Beteiligungsprozesse

Wird die Bürgerschaft frühzeitig in Entscheidungsprozesse eingebunden, verbessert dies die Akzeptanz für die letztlich getroffenen Entscheidungen und hilft langfristig Geld zu sparen. Dabei braucht jeder Beteiligungsprozess ein maßgeschneidertes und sachkundiges Konzept.

Das praxisorientierte Methodenhandbuch Bürgerbeteiligung, herausgegeben von Peter Patze-Diordiychuk u.a., liefert in zwei Bänden das nötige Handwerkszeug dafür.

Der erste Band Beteiligungsprozesse erfolgreich planen > bietet ein breites Set an Methoden, von der Beteiligungsplanung bis zur Lern- und Ergebnistransfersicherung. Der zweite Band Passende Beteiligungsformate wählen > stellt 20 erprobte Methoden vor und sortiert diese nach sinnvollen Kriterien wie Zielsetzung, Teilnehmerzahl, Kostenrahmen und Zeitbedarf. Zahlreiche Anwendungsbeispiele schaffen konkrete Praxisbezüge – eine nützliche Handreichung für kommunale Verwaltungen, Politik, Vereine, Bürgerinitiativen und Prozessgestalter.

Nach oben

TOP 8: Demokratie – Vorwärtsverteidigung durch Weiterentwicklung

Die Demokratie ist durch Vertrauensverlust bedroht, was rechtspopulistische Bewegungen geschickt ausnutzen. Ist das das Ende dieser jahrhundertealten Idee? Ganz und gar nicht! Ute Scheub und der Verein Mehr Demokratie e.V. sind überzeugt, dass die Demokratie dem menschlichen Grundbedürfnis nach Resonanz entspringt. Um die aktuelle Resonanzstörung zwischen Regierenden und Regierten zu beseitigen, empfehlen sie Volksabstimmungen, ausgeloste Bürgerräte, Bürgergutachten, kurz: eine Vorwärtsverteidigung der Demokratie durch neue partizipative Formen.

Ihr Buch Demokratie – die Unvollendete >, das Beispiele aus der Praxis und kreative Denkmodelle präsentiert, gibt es kostenfrei als PDF zum Herunterladen.

Nach oben

TOP 9: Dossier – Ideen für nachhaltige Politik

Deutschland steht vor der Wahl. Eine Prognose für die nächsten vier Jahre wagt derzeit niemand zu treffen – zu unsicher ist, auf welche Strukturen man sich überhaupt noch verlassen kann. Werden brisante Themenfelder wie die Flüchtlingsdebatte, der internationale Terrorismus und die veränderte Beziehung zu den Vereinigten Staaten die Relevanz der Umweltpolitik für die Regierung verdrängen? Eine enorme Gefahr, denn der Klimawandel ist real – Veränderungen in Wirtschaft und Politik müssen jetzt geschehen. Unser neues oekom-Dossier > mit Artikeln unserer Zeitschriften zeigt, welche Themen unsere Wahl mitentscheiden sollten und was zu einem nachhaltigen Regierungsprogramm dazugehört.

Nach oben

Impressum:

oekom verlag GmbH
Waltherstraße 29
80337 München
Geschäftsführer: Jacob Radloff
Amtsgericht München HRB 102023
www.oekom.de >

Redaktion:

Bettina Reinemann
Fon +49/(0)89/54 41 84 – 34
Fax +49/(0)89/54 41 84 – 49
E-Mail newsletter@oekom.de >
© copyright 2017 by oekom verlag. Alle Rechte vorbehalten.

Sollten Sie diese Nachricht ungewollt erhalten haben, bitten wir Sie um Entschuldigung. Wenn Sie den oekom-Newsletter nicht mehr beziehen möchten, klicken Sie bitte hier > oder senden einfach eine E-Mail an newsletter@oekom.de >

Wenn Sie Ihre Empfänger-Adresse oder Ihre gespeicherten Daten ändern wollen, klicken Sie bitte hier. >

Hat Ihnen dieser Newsletter gefallen?
Dann empfehlen Sie ihn doch an Ihre interessierten Freundinnen und Freunde, Bekannten oder Kolleg(inn)en weiter. Gerne nehmen wir weitere E-Mail-Adressen in den Verteiler auf.

Aber auch wenn Sie Kritik äußern wollen, haben wir ein offenes Ohr und freuen uns über Ihre Anregungen und Ideen. Schreiben Sie uns an newsletter@oekom.de >

Folgen Sie uns auf unseren Social-Media-Kanälen: