4. April 2024 | 19:00 Uhr
David Gutensohn mit »Generation Anspruch« in der stratum lounge in Berlin

Warum und wie die „Generation Anspruch“ die Arbeitswelt verändert
Er gehört selbst der Generation der heute 30-Jährigen an, die Arbeitgebern und Recruitern Kopfzerbrechen machen, weil sie angeblich nicht mehr so belastbar, einsatzfreudig und karriereorientiert sind wie frühere Generationen. Der Journalist und Sozialwissenschaftler David Gutensohn analysiert in seinem kürzlich bei oekom erschienenen Buch, was die Gründe dafür sind – und warum die Lebenseinstellung der „Generation Anspruch“ die Arbeitswelt grundlegend verändern wird. Gutensohn ist sicher: „Es wird nicht lange dauern, bis sich die Generation Anspruch durchsetzt und die Viertagewoche in ihren Betrieben und Berufen zum Standard macht.“
Was nicht bedeutet, dass diese Generation aus einem gesellschaftspolitischen Motiv heraus agiert. Vielmehr ist sie durch eine Mischung aus Wohlstandserfahrung und Zukunftsangst geprägt. Durch die materiell abgesicherten Kindheit und Jugend hätte sie sozusagen eine „eingebaute Burn-out-Sperre“ erworben, die sie unempfänglich macht gegenüber der auf (Arbeits-)Sucht basierenden Lebenseinstellung ihrer Eltern und Großeltern, stellt der Autor fest. Außerdem seien sie weniger autoritär erzogen worden und forderten deshalb auch von ihren Vorgesetzten im Beruf den Umgang auf Augenhöhe.  Andererseits sei diese Generation jedoch davon überzeugt, dass es ihr materiell nicht besser gehen wird als ihrer Elterngeneration, was die Prioritäten verschiebt. Hinzu kommt eine ausgeprägte Krisenerfahrung – Euro- und Finanzkrise, Pandemie, Krieg in Europa und Klimawandel –, die für weitere Verunsicherung sorgt.
Vor diesem Hintergrund wächst die Überzeugung, dass materieller Wohlstand und Status gar nicht mehr erstrebenswert sind, sondern der Umwelt und dem Klima sogar schaden. Deshalb betrachtet David Gutensohn seine Generation sogar als „weltweite Bewegung junger Menschen, die anders über Arbeit und deren Folgen für unseren Planeten nachdenkt“.
Der Fachkräftemangel würde  bedingen, dass Arbeitgeber auf die Bedürfnisse der Generation Anspruch eingehen, so Gutensohn. Außerdem würde die Nutzung der künstlichen Intelligenz künftig für eine radikale Rationalisierung von Arbeitsprozessen sorgen und eine Menge Jobs, die sonst von Menschen erledigt werden müssten, reduzieren. 
Am Ende leitet David Gutensohn „10 Gebote für eine bessere Arbeitswelt“ ab, die die Bedürfnisse seiner Generation mit dem gesellschaftlichen Fortschritt in Verbindung bringen. Diskutieren Sie mit ihm, ob und wie „Arbeit ist nicht alles – und das ist auch gut so“ unsere Welt besser machen kann!
 
Die Veranstaltung ist kostenlos. Bitte melden Sie sich über den Veranstalter hier an. Sie können auch per Livestream dabei sein. Der Veranstalter verschickt den Link kurz vor Veranstaltungsbeginn an alle angemeldeten Teilnehmer*innen.

Zum Autor:
David Gutensohn ist studierter Sozialwissenschaftler und Absolvent der Deutschen Journalistenschule. Er begeistert sich für seine Arbeit als Journalist bei ZEIT ONLINE – und macht sie trotzdem ohne Selbstaufgabe. 2021 veröffentlichte er das Buch »Pflege in der Krise – Applaus ist nicht genug« und wurde unter die Top 30 jungen Journalistinnen und Journalisten gewählt. 2022 wurde er mit dem Otto Brenner Preis für kritischen Journalismus ausgezeichnet, 2023 mit dem Ernst-Schneider-Preis, dem Journalistenpreis der deutschen Wirtschaft. Gutensohn tritt regelmäßig als Moderator, Dozent und Experte auf.

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Veranstalter

stratum GmbH

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Veranstaltungsort

stratum lounge

Boxhagener Straße 16

10245 Berlin I Online

Deutschland

Vor Ort dabei 

David Gutensohn ist Teil der Generation Y. Der studierte Sozialwissenschaftler und Absolvent der Deutschen Journalistenschule begeistert sich für seine Arbeit als Journalist bei ZEIT ONLINE - und macht sie trotzdem ohne Selbstaufgabe. ...

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