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Nationalpark: Aktuelle Meldungen

Völkerverständigung am Grünen Band Balkan

Früher Grenzgebiet des Eisernen Vorhangs, heute ein einzigartiges Wandergebiet: Der sogenannte Drei-Länder-Gipfel liegt im Dreiländereck von Albanien, Montenegro und dem Kosovo. Hier veranstaltete EuroNatur mit ihren lokalen Partnerorganisationen am 22. September anlässlich der Green Belt Days eine Bergwanderung der besonderen Art. Hier können Sie sich ein Video der Veranstaltung anschauen:
www.youtube.com/watch

Die Initiative Grünes Band Europa ist eine grenzübergreifende Naturschutzinitiative. Hier erfahren Sie mehr:
www.europeangreenbelt.org

Kampf um den Hambacher Forst

Der Hambacher Forst westlich von Köln ist erst in den vergangenen Monaten in die überregionalen Schlagzeilen geraten und zum Symbol für den Kampf von Umweltschützern gegen Kohleverstromung geworden. Der RWE-Konzern will dort ab Mitte Oktober die letzten noch verbliebenen hundert Hektar Wald für die Vergrößerung des Tagebaus roden. Insgesamt werden im Hambacher Forst in diesen Tagen mehr als 50 Baumhäuser der protestierenden Umweltbewegung zwangsgeräumt.

Nationalpark hat schon in Ausgabe Nr. 153 im Jahr 2011 anlässlich des Internationalen Jahrs der Wälder mit einem Artikel von Wilhelm Breuer mit dem Titel Requiem für ein Maiglöckchen auf die Problematik im Hambacher Forst aufmerksam gemacht. Leider verhallte der Weckruf unserer Zeitschrift damals noch ungehört!

Lesen Sie im Nachgang, wie unser Autor die Situation im Hambacher Forst im Jahr 2011 beurteilt hat.

Hier gelangen Sie zum Artikel

Ihre Redaktion

Dr. Hans Bibelriether im Portrait

Das Bayerische Fernsehen widmet Dr. Hans Bibelriether, dem ersten Leiter des Nationalparks Bayerischer Wald und Mitbegründer unserer Zeitschrift, ein ausführliches Porträt. Bei Interesse kann der halbstündige Film in der Mediathek unter folgendem Link angesehen werden:
 
https://www.br.de/mediathek/video/unser-land-portraet-31082018-hans-bibelriether-foerster-naturschuetzer-nationalparkleiter-av:5b4f12a784a53e0018d1ae8f

Bibelriether, der das Leitbild „Natur Natur sein lassen“ prägte, hat auch ein Buch über sein langjähriges Wirken im Naturschutz geschrieben:

Natur Natur sein lassen. Die Entstehung des ersten Nationalparks in Bayern: der Nationalpark Bayerischer Wald. Erschienen bei edition lichtland, Freyung 2017, ISBN 978-3-942509-61-9, € 19,90

Ausgabe 3/2018: Feinster Nationalpark der Welt

Hier finden Sie weitere Fotos zum Raet Nasjonalpark, dem jüngsten Meeresnationalpark Norwegens, der an der Skagerrakküste liegt.

(Fotos: Peter Prokosch)

Blick zur Leuchtturminsel Torungen
Die Rollstein-Strände aus der letzten Eiszeit geben dem Nationalpark seinen Namen.
Eiderenten sind gute Schwimmer und Taucher.
Eingang zum Raet Nationalpark.
Küste auf der Insel Tromøy.
Nordöstlichste Bereiche des europäischen Buchenwaldes sind im Nationalpark geschützt.
Die Trottellumme brütet bevorzugt auf steilen Felsenklippen.
Windgeformte Küstenwälder.
Winter in Arendal.
Rosenkäfer

Ausgabe 3/2018: Quo vadis, Nationalpark?

Als Ergänzung zum Naturschutzpanorama auf Seite 12 von Nationalpark 3/2018:

Lesen Sie den ausführlichen Beitrag von Mario F. Broggi zum möglichen Nationalpark Locarnese aus Nationalpark 1/2018 hier noch einmal:

Link zum Artikel

Ausgabe 3/2018: Wieder Wisente im Wisent Thal

Doppelte Vereinsstruktur mit lokaler Abstützung

Der Verein Wisent Thal: Fachverein zur Umsetzung des Projekts
Präsident Stefan Müller-Altermatt, Gemeindepräsident im Projektgebiet, Schweizer Nationalrat

Zweck des Vereins ist die Durchführung eines Versuchs zur Wiederansiedlung des Wisents (Bison bonasus) im Raum Thal. Dieser Versuch soll zeigen, ob freilebende Wisente in der Kulturlandschaft des Schweizer Juras tragbar sind.
www.wisent-thal.ch

Der Verein Freund Wisent Thal: Freundeverein zu Unterstützung des Projekts Präsident Stephan Walser, Gemeinrat Welschenrohr (Standortgemeinde) Zweck des Vereins ist die Unterstützung des Vereins Wisent Thal bei der Durchführung eines Versuchs zur Wiederansiedlung des Wisents (Bison bonasus) im Raum Thal
https://www.wisent-thal.ch/das-wisent-projekt-unterstuetzen/

Postadresse: Verein Freunde Wisent Thal, Sollmatt 74, CH-4716 Welschenrohr

E-Mail: info@wisent-thal.ch

Wann wird das erste Wisentkalb in der Schweiz in Freiheit geboren? (Foto: Fredy Tschui)
Dank ihres schmalen Körperbaus kommen Wisente mühelos durch dichtes Unterholz. (Foto: Wildnispark Zürich)

Sonderprogramm für den Nationalpark Bayrischer Wald

Wurde etwas Entscheidendes vergessen?

Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) begrüßt das finanzielle Sonderprogramm mit dem der Nationalpark Bayerischer Wald anlässlich seines 50-jährigen Bestehen "fit für die Zukunft" noch attraktiver gemacht werden soll. Mit rund 30 Millionen Euro, dem sogenannten "Nationalpark-Packerl", soll die wirtschaftliche Entwicklung der Region unterstützt werden. Doch die vorgesehene Mittelverwendung ist nicht gerade dienlich für eine Vorzeigeregion für umweltfreundlichen Tourismus. Gut zwei Drittel des Geldes ist für die Sanierung kommunaler Straßen im Landkreis Freyung-Grafenau vorgesehen. Von Bestandserhaltung oder gar Verbesserungen des Öffentlichen Verkehrs kein Wort, kein Cent.

Zur Pressemitteilung des BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Un Parco Nazionale? No Grazie!

Die Bevölkerung sagt "Nein" zum zweiten Schweizer Nationalpark. Bei einer Abstimmung am 10. Juni sprachen sich sechs der acht betroffenen Gemeinden gegen das Nationalparkprojekt in Locarnese aus. In seinem Kommentar spricht Lukas Denzler über Gründe und Folgen des Scheiterns:

https://www.lukasdenzler.ch/aufgefallen/un-parco-nazionale-no-grazie/

Deutscher Naturschutztag

Vom 25. - 29. September findet in Kiel der größte Naturschutzkongress Deutschlands statt.

Unter dem Motto "Klarer Kurs - Naturschutz" treffen an den vier Tagen Verbände, Behörden, Wissenschaftler und Interessierte in Foren, Panels und Workshops aufeinander. Viele NGOs und DNR-Mitgliedsverbände werden Inputs geben.

Auf der Website des Deutschen Naturschutztags bekommen Sie weitere Infos zu Programm und Anmeldung:

www.deutscher-naturschutztag.de

Ausgabe 2/2018: Mit dem Rad durch den Åsnen

Ergänzend zum Beitrag von Björn Langer über den Nationalpark Åsnen in Heft 2/2018 finden Sie hier Informationen für eine Radtour:

Wer den Åsnen ohne eigenes Auto erkunden möchte, kann sich entweder ein Kanu leihen und beispielsweise über den Värendsleden die Seen- und Flusslandschaft zwischen Växjö und Ryd erkunden. Kanuverleiher (teilweise inklusive Transfers) finden sich unter www.visitasnen.se.

Eine schöne Radtour führt von Växjö in einer Schleife um den östlichen und westlichen Åsnen und endet schließlich in Karlshamn an der Ostsee. Die folgende kurze Streckenbeschreibung führt von Campingplatz zu Campingplatz. Wer auf die Mitnahme eines Zeltes verzichten will, kann dort auch. bei rechtzeitiger Vorbuchung, in einfachen Campinghütten übernachten.

Anreise: Bis Växjö darf das eigene Fahrrad in den Zügen von Skånetrafiken mitgenommen werden.

Tag 1: Von Växjö über den Sydostleden bis Ingelstad, ca. 20 Kilometer.

Tag 2: Von Ingelstad nach Jät (lohnender Abstecher zum Badeplatz und kurze Wanderung zum Vogelturm nördlich davon) und weiter nach Urshult, ca. 35 Kilometer.

Tag 3: Von Urshult nach Mjölknabben, lohnender Abstecher nach Lunnabacken, ca. 15 Kilometer.

Tag 4: Besuch von Bjurkärr (Nationalpark Åsnen) und dem benachbarten Naturreservat Hunshult (ca. 12 Kilometer hin und zurück), lohnend auch ein Abstecher auf die Insel Kläcklingen (zusätzlich ca. 10 Kilometer hin und zurück bis zur Nordspitze).

Tag 5: Von Mjölknabben mit einem Abstecher zum Naturreservat Agnäs bis Torne (der Zeltplatz grenzt direkt an das Naturreservat Torne bokskogar), ca. 20 Kilometer.

Tag 6: Auf dem Radweg Fjordrundan einmal um den Skatelövsfjorden, sehenswert unterwegs: Gräberfelder auf dem parallel zur Straße verlaufenden Os Husebyåsen, Naturreservat Husebymaden, Huseby bruk, Baljaryd (kurzer Abstecher, ein oft schlammiger Pfad führt zur Mündung des Helige å in den Åsnen), Blodberget und Blodviken, ca. 30 Kilometer.

Tag 7: Von Torne über den Banvallsleden an der Westgrenze des Nationalparks Åsnen bis Getnö, sehenswert unterwegs: Triollberget, Toftåsa myr, ca. 20 Kilometer.

Tag 8: Von Getnö über den Banvallsleden bis Norraryd, ca 15 Kilometer.

Tag 9: Von Norraryd über den Banvallsleden durch das unter Naturschutz stehende Tal des Mörrumsån bis Karlshamn (ca. 40 Kilometer). In Mjölknabben oder Getnö sollte mindestens ein Tag für eine Kanutour eingeplant werden, auf Getnö zudem mindestens ein halber Tag für eine Wanderung über die Insel. Rückreise: Ab Karlshamn darf das Fahrrad in den Zügen von Skånetrafiken mitgenommen werden. Björn Langer

Der Nationalpark umfasst eine fantastische Insellandschaft mit herausragendem Naturschutz- und Freizeitwerten. (Foto: Bergslagsbild AB)
Das Naturreservat Torne bokskog lädt zu einem Spaziergang durch einen überraschend naturnahen Buchenwald ein. (Foto: Björn Langer)
Schmale Sunde verbinden den westlichen mit dem östlichen Åsnen. (Foto: Björn Langer)
Der Svartsjön auf der Halbinsel Toftåsa ist nach dem Åsnen der größte See des Nationalparks. (Foto: Björn Langer)

Kinopremiere: Das Wunder von Mals

Ein kleines Dorf im Oberen Vinschgau wehrt sich gegen das stetige Vorrücken von Südtirols Apfelmonokulturen. Mit einer Mehrheit von 76 Prozent entschied die Gemeinde in einer Volksabstimmung, dass auf ihrem Boden künftig keine chemisch-synthetischen Pestizide mehr eingesetzt werden sollen.

Filmregisseur und Buchautor Alexander Schiebel hat gemeinsam mit dem Umweltinstitut den Widerstand der Gemeinde von Anfang an begleitet. Am 28. Mai feiert sein Dokumentarfilm „Das Wunder von Mals“ nun in München Premiere. Der offizielle Kinostart folgt im September dieses Jahres.

Alle Infos zum Film finden Sie unter: www.wundervonmals.com

Lust auf GROKO?

In dem 177 Seiten starken Koalitionsvertrag  zwischen CDU/CSU und SPD finden sich die Begriffe Biodiversität, biologische Vielfalt und Naturschutz 14 Mal in rund 40 von 8.305 Zeilen – in folgenden Zusammenhängen:

·       Eine saubere Umwelt und der Schutz der Biodiversität sind unser Ziel.

·       Den Schutz der biologischen Vielfalt werden wir als Querschnittsaufgabe zu einem starken Pfeiler unserer Umweltpolitik machen. Dazu wollen wir die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt forcieren.

·       „Wir werden das Insektensterben umfassend bekämpfen. Mit einem „Aktionsprogramm Insektenschutz“ wollen wir die Lebensbedingungen für Insekten verbessern. Wir wollen ein wissenschaftliches Monitoringzentrum zur Biodiversität … aufbauen.

·       Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft haben große Potenziale für … die Bewahrung der Biodiversität.

·       Die Umsetzung der Ackerbaustrategie … werden wir gemeinsam mit der Landwirtschaft vornehmen und adäquat mit Fördermitteln für Maßnahmen zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie und insbesondere des Insektenschutzes untersetzen.

·       Wir wollen die Waldstrategie 2020 … ergänzt durch den Gedanken der Biodiversität fortführen.

·       Wir wollen das Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ fortführen und werden die Mittel für „chance.natur – Bundesförderung Naturschutz“ erhöhen.

·       Stärkere Berücksichtigung des Naturschutzes … u. a. durch mehr Erdverkabelung.

·       Wir werden beim weiteren Ausbau der Windenergie an Land einen besseren Interessenausgleich zwischen Erneuerbaren-Branche einerseits und Naturschutz- und Anwohneranliegen andererseits gewährleisten.

·       Nachhaltige Landwirtschaft und Naturschutz sind keine Gegensätze.

·       Wir werden uns in der EU für mehr Mittel für den Naturschutz … und einen eigenständigen EU-Naturschutzfonds einsetzen.

·       Wir initiieren einen Dialog zwischen Landwirten, Jägern, Fischern, den Naturschutzverbänden und der Wissenschaft, um den Schutz der heimischen Flora und Fauna vor sich zunehmend ausbreitenden nicht-heimischen Tier- und Pflanzenarten zu verbessern.

Lust auf die nächste Große Koalition? Der frühere SPD-Vorsitzende Martin Schulz sagte von diesem Vertrag, er trage die Handschrift der SPD.

 

Nachstehend der Abschnitt „Schutz der biologischen Vielfalt“ aus dem Vertrag.

Offener Brief an Angela Merkel zu Glyphosat

Der Vorsitzende des BUND, Hubert Weiger, hat einen offenen Brief zur verlängerten Zulassung von Glyphosat an Bundeskanzlerin Angela Merkel verfasst. Den Brief lesen Sie hier.

Ausgabe 4/2017: Rettet die letzten Paradieswälder Europas!

Bildmaterial und Tabellen zum Titelbeitrag "Die letzten Paradieswälder Europas: Rumäniens Urwälder zwischen Welterbe und Kettensäge" von Hans D. Knapp

Tabellen: "Save Paradise Forests" - Rumäniens Urwälder zwischen Welterbe und Kettensäge (PDF-Datei zum Download)

Die Weltnaturerbestätte europäischer Buchenwälder umfasst 78 Teilflächen in zwölf Ländern Europas. Sie repräsentieren die jeweils am besten erhaltenen Restbestände alter, nutzungsfreier Buchenwälder in den einzelnen Buchenwaldregionen (BFR): 1 - Pyrenäisch-iberische, 2 - Zentral-mediterrane, 3 - Illyrische, 4 - Moesisch-balkanische, 5 - Subatlantisch-herzynische, 6 - Alpische, 7 - Pannonische, 8 - Karpatische, 9 - Atlantische, 10 - Baltische, 11 - Polonisch-podolisch-moldawische, 12 - Euxinische

Buchenwälder würden von Natur aus weite Teile Europas bedecken. In den Karpaten sind die größten zusammenhängenden Buchenwälder bis heute erhalten. Durchbruchstal des Alt in den rumänischen Süd-Karpaten (Foto: Hans D. Knapp)

Der Bau von Waldwegen ist der Anfang vom Ende der letzten Urwälder. Holzabfuhrweg im Arpasu-Tal, NATURA 2000-Gebiet Făgăraş Rumänien (Foto: Hans D. Knapp)

Mit EU-Mitteln geförderter Wegebau im NATURA 2000-Gebiet Făgăraş. Wassereinzugsgebiet des Vidraru-Stausees. (Foto: Hans D. Knapp)

Wildnistagung in Kassel im März 2018

Wildnis in Deutschland - wissenschaftliche Fakten, Argumente und Perspektiven

Vom 12.-14.-03.2018 werden auf der Tagung Erkenntnisse aus der Wildnisforschung vorgestellt. Dabei soll vor allem besprochen und diskutiert werden, warum Wildnisgebiete aus wissenschaftlicher Sicht notwendig sind und welche Anforderungen an diese Gebiete zu stellen sind. Die Veranstalter starten nun den Call for Papers und laden Forscher(innen) ein ihre Arbeiten aus dem Forschungsbereich vorzustellen.

Genaue Informationen zur Anmeldung, den Themen und dem Ablauf der Veranstaltung finden Sie hier.

Ausgabe 3/2017: Das leise Sterben der Insekten

Leserbriefe:

Lesen Sie hier die Antworten unseres Redaktuers Wilhelm Breuer auf die Leserbriefe von Oliver Kohle und Raimund Kamm aus der aktuellen Nationalpark 3/2017 zu den Beiträgen Der Preis des Fortschritts (Nationalpark 2/2017) und Individuen oder Exemplare? (Nationalpark 1/2017)

Die Antwort auf den Brief von Herrn Kohle finden Sie hier.

Die Korrespondenz mit Hernn Kamm finden Sie hier.

©Georg Schreiber

Der Bergmolch:

Gewinnen Sie einen Einblick in den Gartenteich von Georg Schreiber mit diesen Aufnahmen von seinen Gartenmolchen. Schreibers Artikel in der Rubrik Aus der Tierwelt stellt den Mini-Saurier vor.

©Georg Schreiber
©Georg Schreiber
©Georg Schreiber
©Georg Schreiber

Der Nationalpark Jiuzhaigou nach dem Erdbeben

Wer den Namen "Weltnaturerbe Jiuzhaigou" noch nie hörte, wird ihn am 9. August diesen Jahres den Tagesthemen der ARD entnommen haben: am Vorabend zerstörte ein Erdbeben der Stärke 7 Teile der Infrastruktur des Nationalparks, als Felsen in die Täler herabstürzten. Auch Menschenopfer waren zu beklagen. Jahre vorher war bereits das berühmte Panda-Reservat Wolong durch ein Beben schwer getroffen worden. (Siegfried Klaus)

Einige Impressionen aus dem Nationalpark Jiuzhaigou:

31.7.2017

Ein Dachverband der Waldschutz-Bürgerinitiativen aus dem gesamten Bundesgebiet hat sich Anfang Juli 2017 in Darmstadt (Hessen) gegründet. Der Initiative gehören Gruppierungen und Einzelpersonen aus momentan elf Bundesländern an.

Die Pressemitteilung dazu lesen Sie hier.

20.7.2017

Die Entscheidung ist gefallen: Der Spessart ist nicht mehr dabei im Rennen um den dritten Nationalpark in Bayern. Lesen Sie hier, was WWF und LBV dazu sagen.

Die Gregor Louisoder Umweltstiftung hat ein Online-Portal ins Leben gerufen, dass lokale Initiativen für Nationalparke unterstützen soll. >> Zum Portal.

13.4.2017

Die Ostsee-Insel Vilm ist das erste WildIsland in Deutschland! Das langjährige Mitglied des Vereins Nationalpark-Freunde e.V. Hannes Knapp war maßgeblich an der Entwicklung dieser Zertifizierung beteiligt. Alle Informationen dazu auf der Website der European Wilderness Society.

13.4.2017

In der kommenden Ausgabe werden wir über Wildbienen berichten - passend dazu können sich Münchnerinnen und Münchner auf die Suche nach markierten Wildbienen machen und so der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Botanischen Staatssammlung München bei ihrem Forschungsprojekt behilflich sein. Alle Informationen dazu hier.

6.3.2017

Ab sofort könnt ihr euch für die European Wilderness Academy Days anmelden, die vom 24.-26. Mai im wunderschönen Low Tatras National Park in der Slowakei stattfinden.

1.3.2017

Petra Kieselbach nimmt uns im aktuellen Heft mit in die Bilderhöhle Chauvet-Pont d’Arc. Hier finden Sie weitere Fotos der phantastischen Felsmalereien und Karten mit dem Grundriss und der Lage der Höhlen im Süden Frankreichs. Eine Literaturliste finden Sie hier.

Handnegativ ©J. Monney-MCC
Bärenschädel ©J.-M. Geneste-CNP-MCC
Pferde ©J. Clottes-MCC
Eule ©N. Aujoulat-CNP-MCC
Riesenhirsch ©V. Feruglio-MCC
Insektenartiges Zeichen ©B. Kervazo-CNP-MCC
Karte
Grundriss der Höhle

10.2.2017

Welche Chancen in der Einrichtung eines Nationalparks für die Region liegen, hat nun die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf betont. Seit einiger Zeit wird über einen dritten bayerischen Nationalpark im Spessart diskutiert. Lesen Sie hier das ganze Interview.

8.12.2016

Im Naturschutzpanorama von Nationalpark 4/2016 berichten wir über eine mögliche Erweiterung des Wildnisgebietes Dürrenstein. Zwei ausführliche Berichte aus den Jahren 2010 und 2014 lesen Sie hier.

7.12.2016

Über das Jubiläum im Nationalpark Donau-Auen und die Bedrohung des polnischen Urwalds Białowieża finden Sie hier ausführliche Berichte, die bereits in Nationalpark 2/2016 erschienen sind.

6.12.2016

Ulrich Eichelmann berichtet in der Titelgeschichte in Nationalpark 4/2016 über die Bedrohung der Natur durch Staudammprojekte. 2.700 Wasserkraftprojekte sind zwischen Slowenien und Albanien geplant, 113 davon in Nationalparken. Hier finden Sie Fotos und eine Übersichtskarte über die Staudammprojekte am Balkan als Ergänzung:

Huchenrogner
Fluss Vjosa (© Gregor Subic)
Wasserkraftwerke am Balkan
Fluss Tara (© A. Vorauer)

24.8.2016

Begleitend zum Erscheinen von Nationalpark 3/2016 haben wir folgende Zusatzinformationen für Sie zusammengestellt:

- Im "Panorama" wird auf Seite 7 auf einen Artikel von Wilhelm Breuer aus Nationalpark 1/2015 Bezug genommen ("Im Schatten der Energiewende. Vogeltod durch Stromschlag") und auf Seite 9 auf einen Artikel von Gabriel Schwaderer aus Nationalpark 2/2016 ("Tatort Adria. Vogelmord auf dem Balkan – Ein breites Bündnis von Naturschützern kämpft dagegen")

- Auf Seite 25 wird auf eine Liste der Vögel verwiesen, die Herbert Zucchi während seines morgendlichen Spaziergangs rund um das fränkische Wasserschlösschen Dutzenthal gehört hat. Diese Liste finden Sie hier.

- Begleitend zum Beitrag "Zeitreisen in die Erdgeschichte. Abenteuer Geopark" auf Seite 26 aus Nationalpark 3/2016 gibt es folgende Zusatzinformationen:
1. Informationen zum Besuch um Geopark GrenzWelten
2. Eine Karte aller Geoparke in Deutschland
3. Eine Auflistung aller Geoparke in Deutschland

- Zusätzliches Bildmaterial aus dem Nationalpark Šumava:

Im Kar unterhalb des Plöckensteins, dem höchsten Berg des Nationalparks Šumava (1.378 m ü. NN), entstand vor mehr als achttausend Jahren ein Gletschersee, dessen Umgebung zu den unberührtesten Gebieten des Böhmerwaldes gehört. Dies bezeugt u. a. die 2006 hier gefundene 559 (!) Jahre alte Fichte. (© Štěpán Rosenkranz)
Ungarischer Enzian wird zwar nicht mehr wie einst zum Bittermachen von Likören verwendet, aber jedes Treffen mit ihm macht den Ausflug würziger. (© Dana Zývalová)
Ergebnis der Tätigkeit des Borkenkäfers ist der "trockene" Fichtenwald, der jedoch vital bleibt und sich selber erneuern kann. Der Wald besteht durch die Samenbank in der Erde, durch Sämlinge auf dem Totholz und kleine Bäume im Untergehölz. In solchem Wald ist die Biodiversität nachweislich gestiegen. (© Štěpán Rosenkranz)
Der wilde Vydra-Fluss gehört zu den bekanntesten Flüssen Tschechiens. Durch die gewaltigen Steinblöcke in seinem Flussbett und sein aus Mooren stammendes braunes Wasser ist er unverwechselbar. Insgesamt erstreckt sich der Flusslauf nur auf 11 Kilometer, neben dem jedoch 7 Kilometer lang ein beliebter Naturlehrpfad verläuft, der auch mit dem Rollstuhl befahrbar ist. (© Štěpán Rosenkranz)
Eine der entlegensten Stellen im Nationalpark, die jedoch sogar mit dem Fahrrad gut zu erreichen ist, ist Březník (Pürstling). Wilde Wälder umgeben waldfreie Flächen im Lusental, wo Blumen wie der Enzian, Blaue Tarant, Arnika wachsen. Am Horizont des Tals erblickt man den markanten kahlen Lusen-Gipfel des Bayerischen Waldes. (© Štěpán Rosenkranz)
Bergfichtenwälder sind die wertvollsten Ökosysteme des Nationalparks Šumava. Sie bewachsen die höchsten Gipfel der Berge und erneuern sich nach einem Borkenkäfer-Befall wieder großflächig. (© Pavel Hubený)
Der wilde Vydra-Fluss gehört zu den bekanntesten Flüssen Tschechiens. Durch die gewaltigen Steinblöcke in seinem Flussbett und sein aus Mooren stammendes braunes Wasser ist er unverwechselbar. Insgesamt erstreckt sich der Flusslauf nur auf 11 Kilometer, neben dem jedoch 7 Kilometer lang beliebter Naturlehrpfad verläuft, der auch mit dem Rollstuhl befahrbar ist. (© Štěpán Rosenkranz)
Eine der entlegensten Stellen im Nationalpark, die jedoch sogar mit dem Fahrrad gut zu erreichen ist, ist Březník (Pürstling). Wilde Wälder umgeben waldfreie Flächen im Lusental, wo Blumen wie der Enzian, Blaue Tarant, Arnika wachsen. Am Horizont des Tals erblickt man den markanten kahlen Lusen-Gipfel des Bayerischen Waldes. (© Pavel Hubený)
Ergebnis der Tätigkeit des Borkenkäfers ist der "trockene" Fichtenwald, der jedoch vital bleibt und sich selber erneuern kann. Der Wald besteht durch die Samenbank in der Erde, durch Sämlinge auf dem Totholz und kleine Bäume im Untergehölz. In solchem Wald ist die Biodiversität nachweislich gestiegen. (© Dana Zývalová)
© Vladislav Hopek
Ergebnis der Tätigkeit des Borkenkäfers ist der „trockene“ Fichtenwald, der jedoch vital bleibt und sich selber erneuern kann. Der Wald besteht durch die Samenbank in der Erde, durch Sämlinge auf dem Totholz und kleine Bäume im Untergehölz. In solchem Wald ist die Biodiversität nachweislich gestiegen. (© Štěpán Rosenkranz)
 

22.8.2016

Ein kritisches Interview zum 30-jährigen Bestehen des Nationalparks Wattenmeer ist kürzlich hier erschienen: http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/oldenburg_ostfriesland/Beim-Nationalpark-Wattenmeer-geht-es-nur-um-Tourismus,wattenrat102.html

8.7.2016

Wahl zum beliebtesten Naturwunder in Deutschland – jetzt abstimmen!
zum siebten Mal lädt die Heinz Sielmann Stiftung zusammen mit EUROPARC Deutschland e. V. das Internetpublikum ein, das beliebteste Naturwunder in Deutschland wählen. Vom 1. Juli bis zum 18. September 2016 haben alle Nutzer die Qual der Wahl zwischen 13 verschiedenen faszinierenden Naturschönheiten. In diesem Jahr widmet sich der Wettbewerb dem Thema "Wildnis".
Mit der Wahl zum schönsten Naturwunder möchten die Heinz Sielmann Stiftung und EUROPARC Deutschland e. V. auf außergewöhnliche Naturphänomene vor der eigenen Haustür sowie in den Urlaubsregionen Deutschlands aufmerksam machen. Nach der Naturbewusstseinsstudie 2013 des Bundesumweltministeriums wird dem Thema Wildnis von der Bevölkerung bereits sehr viel Sympathie entgegengebracht. 65 % der Befragten schätzen die wilde Natur wegen ihres hohen Erlebnis- und Erholungswert. Die beiden gemeinnützigen Naturschutzorganisationen wollen mit dem Wettbewerb die Menschen auch auf die große Bedeutung dieser sensiblen Lebensräume für die biologische Vielfalt hinweisen.

Zur Wahl geht es hier: http://www.sielmann-stiftung.de/naturwunder

29.6.2016

Ergänzend zum neuen Portal www.wildnis-in-deutschland.de haben wir für Sie passende Artikel aus 42 Jahren Nationalpark zusammengestellt:

- Bibelriether, Hans: Natur im Nationalpark schützen. Welche? Für wen? Wozu? (Nationalpark 3/1994, S. 29-31)

- Henschel, Uta: Faszination Waldwildnis. Nachlese zur Fachtagung im Bayerischen Wald (Nationalpark 4/1995, S. 8-11)

- Bibelriether, Hans: Faszination Wildnis – Wissenschaftliche nicht erfassbare Realität (Nationalpark 3/1998, S. 4-9)

- Knapp, Hans D.: "Wildnis". Feindbild, Heiligtum und Herausforderung (Nationalpark Sonderheft WNPC, S. 12-16)

- Bibelriether, Hans: Zwischen Frust und Freude. Waldwildnis Nationalpark Bayerischer Wald (Nationalpark 1/1999, S. 4-5)

- Trommer, Gerhard: Die Gila Wilderness – erstes Wildnis-Schutzgebiet in den USA (Nationalpark 2/1999, S. 36-39)

- Mayrhofer, Erich: Nationalpark Kalkalpen. Wildnis und Regionalentwicklung (Nationalpark 2/2000, S. 16-19)

- Trommer, Gerhard: Wildnispädagogik. Eine wichtige Zukunftsaufgabe für Großschutzgebiete (Nationalpark 4/2001, S. 8-11)

- Dister, Emil: Neue Wildnis am Rhein. Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblauchsaue (Nationalpark 1/2004, S. 33-35)

- Broggi, Mario F.: Mein Plädoyer für mehr Wildnis. Der vermeintliche "Malus" muss zum "Bonus" werden (Nationalpark 1/2014, S. 30-33)

1.6.2016

Begleitend zum Titelthema "Tatort Adria. Vogelmord auf dem Balkan" (Nationalpark 2/2016) haben wir ergänzende Informationen zusammengestellt:

- Die englische Fassung des Artikels "Last Song for Migrating Birds" von Jonathan Franzen finden Sie hier.
- Die deutsche Fassung des Artikels "Singvögel. Flug in den Tod" von Jonathan Franzen finden Sie hier.

- Wenn Sie EuroNatur dabei unterstützen wollen, Europas Singvögel zu schützen, dann richten Sie Ihre Spende bitte an diese Adresse

EuroNatur Stiftung
Bank für Sozialwirtschaft Köln
IBAN: DE42 3702 0500 0008 1820 05
SWIFT/BIC: BFSWDE33XXX
Kennwort: Zugvogel
 
oder informieren Sie sich unter www.euronatur.org/spenden

- Kartenmaterial zur Veranschaulichung des Artikels:

Karte des Neretva Deltas
Eurasisch-afrikanisches Zugvogelsystem

31.5.2016

Zum Artikel von Wolf Hockenjos ("Umleitung. Wie lernfähig sind Auerhühner?") in Nationalpark 1/2016 erreichte uns eine Zuschrift von Herrn Rudi Suchant aus der Abteilung Wald und Gesellschaft, Arbeitsbereich Wildtierökologie der Forstlichen Versuchsanstalt Baden-Württemberg (FVA), in der er um einen Richtigstellung verschiedener Sachverhalte in dem oben erwähnten Artikel bittet. Die Richtigstellung von Herrn Suchant können Sie hier in voller Länger nachlesen. Interessierte Leser(innen) finden hier auch die Stellungnahme unserer Autors Wolf Hockenjos zu den von Herrn Suchant kritisierten Punkten und Sachverhalten.

30.5.2016

Ein aktueller Nachtrag unseres Autors Robert Brunner zum Artikel über Biosphärenreservate in Österreich (Nationalpark 1/2016):

Der Biosphärenpark Wienerwald kommt nicht zur Ruhe. Kurz nach Erscheinen des Artikels und nur zehn Monate nach Amtsantritt hat sich die vierte Geschäftsführerin in nur zehn Jahren verabschiedet. Derzeit wird die Leitung vom Geschäftsführer der Energie- und Umweltagentur Niederösterreich wahrgenommen. Die Gründe für die anhaltenden Probleme sind nicht bekannt.
Robert Brunner

27.5.2016

Hier lesen Sie eine Stellungnahme unseres Autors Robert Brunner als Reaktion auf den Leserbrief von Prof. Dr. Wolf Koenigs zum Thema "Der IS zerstört Palmyra? Na und?" (abgedruckt in Nationalpark 2/2016).

19.4.2016

Wildnis in Deutschland – alles Wichtige auf einen Blick
www.wildnis-in-deutschland.de ist die neue Webseite mit allem, was man zu Wildnis in Deutschland wissen muss. Das Portal wendet sich an diejenigen, die das Thema "Wildnis" in Deutschland voranbringen wollen und gibt ihnen Argumente, Hintergründe und Material an die Hand.

30.3.2016

Einladung zu einer außergewöhnlichen Protestaktion
Vom 16. April bis 20. Mai 2016 werden Kajakfahrer aus ganz Europa die schönsten Balkanflüsse befahren. Die sogenannte "Balkan Rivers Tour" ist eine Aktion gegen den Staudamm-Tsunami, der die einzigartigen Flusslandschaften der Balkanhalbinsel zu zerstören droht.
Ohne Rücksicht auf Schutzgebiete, bedrohte Arten oder die lokale Bevölkerung sollen zwischen Slowenien und Albanien ca.  2.700 Wasserkraftwerke gebaut werden. An vielen dieser Projekte sind Banken und Firmen aus westeuropäischen Ländern wie Österreich, Deutschland und Italien beteiligt.
Im Rahmen der Balkan Rivers Tour finden Veranstaltungen an insgesamt 11 verschiedenen Flüssen statt. Alle Informationen dazu finden Sie hier.

24.3.2016

Veranstaltungstipp: "Deutsch-Polnische Oder-Tagung: Ausbau, Hochwasserschutz und Ökologie" am 2. April in Schwedt/Oder

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt wurde am 27. April 2015 von Warschau und Berlin das "Abkommen über die gemeinsame Verbesserung der Situation an den Wasserstraßen im deutsch-polnischen Grenzgebiet" unterzeichnet. Darin wurde eine gemeinsame Konzeption für die Regulierung insbesondere der Oder vereinbart, die für besseren Wasserabfluss an der Grenzoder sowie für stabile Fahrwasserverhältnisse für die Eisbrecherflotte im Rahmen des Hochwasserschutzes sorgen soll.

Für den polnischen Teil wurde dazu das "Odra-Vistula Flood Management Project" der Weltbank über insgesamt 1.202 Mio. € aufgesetzt, welches nicht nur Maßnahmen an der Unteren und Mittleren Oder, sondern auch an der Glatzer Neiße und Oberen Weichsel vorsieht. Auch die Wiedernutzung des Zwischenoderlandes, Teil der Kernzone des Internationalparks Unteres Odertal, ist im Projekt aufgeführt.

Die aktuellen Herausforderungen bestehen in der Auseinandersetzung mit dem verdeckten Ausbau der Oder sowie der Wiedernutzung des Zwischenoderlandes und anderer geschützter Gebiete. Die Veranstaltung wird die Ziele der Stromregelungskonzeption, die Bewertung der Folgen und die Kriterien des Naturschutzes aufzeigen und darüber hinaus einen Raum für Vernetzung, Diskussion und Stärkung der deutsch-polnischen Zivilgesellschaft im Bereich Ökologie schaffen.

Alle Informationen zur Tagung finden Sie hier.

23.3.2016

Die Kraniche kommen – vielleicht ein letztes Mal
Industrielle Windenergieanlage gefährdet ein Wildtier-Paradies in Mecklenburg-Vorpommern

Die Kraniche kommen. Viele Tausend der majestätischen Vögel sind nach ihrem kräftezehrenden Nonstop-Flug aus dem Süden Europas jetzt im Anflug auf Mecklenburg-Vorpommern. Die ersten sind bereits gelandet, um ihre Brutplätze zu besetzen und ihre spektakulären Balztänze aufzuführen. Der Galenbecker See ist seit Jahrhunderten ihre Heimat. Hier rasten die eleganten Vögel, hier ziehen sie ihren Nachwuchs auf. Die nahegelegene Friedländer Große Wiese ist für die "Vögel des Glücks" – so die japanische Mythologie – ein wichtiges Nahrungshabitat. Die Kraniche können nicht ahnen, dass die 4. Änderung des Flächennutzungsplanes der kleinen Gemeinde Ferdinandshof sie in naher Zukunft zu heimatlosen "Pechvögeln" machen wird. Denn genau in diesem wertvollen EU-Vogelschutzgebiet nahe der Stadt Neubrandenburg soll eine Windkraftanlage gebaut werden! Die Großanlage würde im Abstand von 3,5 bis 8 Kilometern von drei wichtigen Kranichschlafplätzen gebaut und würde den Fortbestand der Rastplätze gefährden.
Die ausgewiesene Fläche für den Bau der Windkraftanlage befindet sich direkt im Hauptflugkorridor zwischen den Schlafplätzen und den Nahrungsgewässern für Kraniche. Aber auch Grau-, Bläss- und Saatgänse sowie Höcker- und Singschwäne brauchen die Friedländer Große Wiese, die mit rund 20.000 Hektar Moorboden etwa so groß wie 25.000 Fußballfelder ist. Damit ist das Gebiet das größte und wichtigste Niedermoor in Norddeutschland! Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier.

11.3.2016

Filmtipp: BN-Film "Erinnerung an Fukushima"
Bis heute sind 2.000 Menschen an den Folgen des Atomunfalls von Fukushima gestorben – und die Gefahr ist noch lange nicht vorbei. Auch hierzulande nicht. Deshalb erinnert der BN mit einem Film an die Katastrophe in Japan und fordern einen beschleunigten Atomausstieg in Deutschland. Abschalten vor dem GAU!
Film ansehen

10.3.2016

Filmtipp: "Grüße aus Fukushima"
Eine junge Frau aus Deutschland reist nach Japan, um dort den Opfern der Katastrophe von 2011 als Clown ein wenig Freude zu bereiten. Bald merkt sie, dass sie für diese Aufgabe höchst ungeeignet ist. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit, Erinnerungen und Schuldgefühlen vor dem Hintergrund des Atomunglücks in Fukushima sind zentrale Themen, die die Regisseurin Doris Dörrie in ihrem Film bearbeitet. Trailer ansehen

© Unsere Wildnis

7.3.2016

Filmtipp "Unsere Wildnis"
Sie sind mit Walen und Delfinen durch "Unsere Ozeane" geschwommen und mit den "Nomaden der Lüfte" in den Süden geflogen. In ihrem neuen Film "Unsere Wildnis" begeben sich die Dokumentarfilmer Jacques Perrin und Jacques Cluzaud auf eine Zeit- und Entdeckungsreise durch Europa und zeigen in atemberaubenden Bildern die unglaubliche Vielfalt des Lebens. Ab 10. März im Kino.

25.2.2016

Endlich geht es wieder los! Wohnzimmer-Ornithologen aus aller Welt beobachten in den kommenden Wochen nicht mehr nur das Futterhäuschen im Garten, sondern das Internet. Denn dort lässt sich der Frühjahrszug von über 20 Schreiadlern in Echtzeit verfolgen. "Die in Deutschland vom Aussterben bedrohten Greifvögel fliegen jetzt aus ihren Überwinterungsquartieren im südlichen Afrika zurück in den heimischen Frühling", erklärt Dr. Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung. "Europaweit wurden Schreiadler bei verschiedenen Projekten mit einem Sender ausgestattet und ihre Ortungsdaten werden ständig aktualisiert."

In Deutschland werden Anfang April 110 Brutpaare erwartet, die sich in ihren Brutwäldern in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern niederlassen – wenn alles gut geht! Denn die Flugroute der schokoladenbraunen Thermiksegler ist lang und gefährlich. Rund 10.000 Kilometer muss der auch "Pommernadler" genannte Greif zurücklegen. Und wenn er nicht in ca. 2.000 Metern Höhe gen Norden segelt, führt ihn die Nahrungssuche in Gebiete, in denen die Greifvogeljagd noch immer populär ist. "Und das, obwohl sich immer mehr Länder einem Abkommen zum Schutz ziehender Greifvögel angeschlossen haben", erklärt Andreas Kinser.

Sobald die Pommernadler in Deutschland gelandet sind, beginnen sie mit dem Nestbau und der Balz. "Um den Weibchen zu imponieren, führen die Männchen spektakuläre Flugmanöver vor", schildert Andreas Kinser. Schreiadler-Paare bleiben sich übrigens ein Leben lang treu. Hat sich das Paar gefunden, legt das Weibchen Anfang Mai zwei Eier ins Nest, aus denen nach rund sechs Wochen die Jungen schlüpfen.

Die Deutsche Wildtier Stiftung setzt sich mit einem umfassenden Schutzprogramm für die Schreiadler ein. Die wichtigste Maßnahme ist der Schutz seiner letzten Lebensräume im Osten Mecklenburg-Vorpommerns und Nordosten Brandenburgs. Hier war die Deutsche Wildtier Stiftung im Jahr 2015 besonders erfolgreich: Im Rahmen des durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und das Land Mecklenburg-Vorpommern geförderten Projektes zum Lebensraumschutz wurden langfristig wirkende Verbesserungen für den Schreiadler vertraglich gesichert.

Sie möchten auch vom Sofa aus am Schreiadler-Rückflug teilhaben? Einen Link zu den Positionsdaten besenderter Schreiadler und viele weitere Informationen finden Sie auf www.schreiadler.org.

7.12.2015

In Nationalpark 4/2015 berichtet Claus-Peter Hutter über die Erfolge der von NatureLife-International initiierten Modellprojekte. Hier finden Sie weitere Informationen.

NatureLife überträgt die Ergebnisse des Rainforestation Farming Projekts in verschiedene Länder Südostasiens. Unter anderem in die Bulang-Berge in Südwestchina.

4.12.2015

Zum Titelbeitrag über die Papst-Enzyklika in Nationalpark 4/2015 finden Sie hier Bezugsquellen und Angaben zu weiterführender Literatur.

3.12.2015

Hier lesen Sie die Antwort unseres Autors Björn Langer auf den Leserbrief von Hubertus Knoblauch (Nationalpark, 4/2015). Die beigefügten Fotos hat Herr Knoblauch eingeschickt. Sie dokumentieren seine Eindrücke während einer Schwedenreise im Frühjahr 2015.

Kahlschlag mit Waldschleier (© Hubertus Knoblauch)
Kahrlschlag mit Waldschleier (© Hubertus Knoblauch)
Staumauer auf dem Weg in die Wildnis (© Hubertus Knoblauch)
Stauseegrund vor beindurckender Kulisse (© Hubertus Knoblauch)

2.12.2015

Wissenschaft im Hainich
Der Nationalpark Hainich und ThüringenForst laden zu einer Wissenschaftstagung unter dem Thema Stand und Chancen einer nachhaltigen und langfristigen Forschung in bewirtschafteten und unbewirtschafteten Laubmischwäldern vom 27. bis 29. April 2016 in das Kultur- und Kongresszentrum nach Bad Langensalza ein.
Ziel ist, einen Überblick zu den wichtigsten Ergebnissen aus der über zehnjährigen, intensiven Forschungstätigkeit zu geben und über neue Projekte zu informieren. Auf Exkursionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten werden darüber hinaus wichtige Forschungsvorhaben vor Ort vorgestellt.
Weitere Einzelheiten rund um die Tagung sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.Hainichtagung2016.de.

26.10.2015

Horst Stern, Mitbegründer von Nationalpark, feiert diesen Monat seinen 93. Geburtstag. Hier finden Sie zu diesem Anlass eine Würdigung der Gesellschaft zur Erhaltung der Eulen e. V. (EGE).

25.8.2015

Ergänzend zum Beitrag "Das Verschwinden der letzten Baumriesen im pazifischen Küstenregenwald Westkanadas" in unserer neuen Ausgabe (Nationalpark Nr. 169) finden Sie hier weitere Fotos (zum Vergößern anklicken).

Cheewhat Giant (© TJ Watt)
Gnarly Tree (© TJ Watt)
Big Lonely Mount Edinburgh (© TJ Watt)
Gordon River Clearcut (© TJ Watt)
San Juan Spruce (© TJ Watt)
Big Lonely Doug (© TJ Watt)
 
 

22.7.2015

Seit März 2015 bloggt die Gregor Louisoder Umweltstiftung unter "Blog Bayern wild" aktuelle Informationen zum Projekt "Bayern wild". Zum Blog gelangen Sie hier.

22.6.2015

Länderübergreifendes Naturschutzprojekt im Chobe-Nationalpark
Ergänzend zum Titelthema unserer aktuellen Ausgabe (Nationalpark Nr. 168) finden Sie hier weitere Fotos (zum Vergößern anklicken) und Reisetipps (hier klicken) unserer Autorin Kathrin Bibelriether. Eine Bildlegende finden Sie hier.

Flusspferde (© Kathrin Bibelriether
Giraffen (© Karl Hansbauer)
Victoriafälle (© Kathrin Bibelriether)
Afrikanischer Graufischer (© Kathrin Bibelriether)
Schreiseeadler (© Kathrin Bibelriether)
Elefanten bei Sonnenuntergang (© Kathrin Bibelriether)
Blaustirn-Blatthühnchen (© Kathrin Bibelriether)
Afrikanischer Klaffschnabel (© Kathrin Bibelriether)
Elefant im Mopanewald (© Kathrin Bibelriether)
Gnus (© Kathrin Bibelriether)
Rote Letschweantilope (© Kathrin Bibelriether)
Okavangodelta (© Kathrin Bibelriether)
Seven Hills of Savuti (© Kathrin Bibelriether)
Linyanti-Sümpfe (© Kathrin Bibelriether)
Elefanten am Chobe (© Kathrin Bibelriether)
Grasende Flusspferde (© Karl Hansbauer)
Karte Kavango-Zambezi Transfrontier Coservation
 
 
 

3.6.2015

Zum Beitrag Braunbären und bizarre Gebirgswelten. Abenteuer Adamello Brenta von Leo Unterholzner in Nationalpark 2/2015 veröffentlichen wir hier exklusiv einige Bilder (© Leo Unterholzner) aus dem Schutzgebiet sowie einige ausführliche Routenbeschreibungen zum Wandern.
Zum Vergrößern bitte auf das jeweilige Bild klicken, die Routenbeschreibungen gibt es hier.

Lago Gelato und Serodoli
Spinne im Morgentau
Wasserfall Nardis
Brenta: Panorama

2.6.2015

Bundesverdienstkreuz an Dr. Siegfried Klaus
Wie wir in der aktuellen Ausgabe von Nationalpark berichten, hat unser langjähriges und geschätztes Redaktionsmitglied, Dr. Siegfried Klaus, das Bundesverdienstkreuz am Bande erhalten. Bereits in Heft 1/2008 erschien ein ausführliches Porträt über den engagierten Naturschützer. Hier geht es zum Artikel!

07.01.2015

Am 08.12.2014 ist in Ausgabe 50/2014 der Wochenzeitschrift Der Spiegel ein ausführliches Interview mit Beate Jessel, Deutschlands oberster Naturschützerin, erschienen. Zum Artikel gelangen Sie hier.

16.12.2014

Wie auch schon 2014 bietet die Zeitschrift Nationalpark in Zusammenarbeit mit BUND-Reisen im April und September 2015 eine Leserreise an. Dieses Mal geht es in den Steigerwald. Nähere Informationen finden Sie hier. Eine Übersichtskarte über die Größe des Naturparks im Steigerwald im Verhältnis zur Fläche des geplanten Nationalparks finden Sie hier.

12.12.2014

Dem Verhältnis Mensch und Natur widmet sich die aktuelle Ausgabe des Magazins natur.belassen 11.14 der Nationalparks Austria. Nationalpark-Autor Herbert Zucchi steuerte einen Beitrag zur "Denaturierung des Menschen" bei. Hier gelangen Sie zum Artikel.

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"Ja wie schaut denn das aus?"
Ein unendliches Waldmeer wogt über die Gipfel, dunkles Grün umfängt den Wanderer … Aber was ist das?