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Welche Konzepte und Ideen bestimmen die Postwachstumsdebatte?

Noch ist die Welt nicht bereit, vom Wachstumsparadigma zu lassen. Doch weltweit hinterfragen immer häufiger Wissenschaftler(innen), Journalist(inn)en und Aktivist(inn)en das dominierende Wirtschaftsmodell. Sie stellen der von Politik und Wirtschaft verkündeten Alternativlosigkeit neuartige Konzepte entgegen, die die Postwachstumsdebatte prägen. Ein Dossier mit aktuellen Artikeln aus den Zeitschriften des oekom verlags verschafft einen Überblick.

GAIA
Bereits vor über 40 Jahren hat der Club of Rome Szenarien erstellt, die die Grenzen des Wachstums aufzeigen. Das Wirtschaftswachstum bestimmt aber weiterhin die Funktionsweisen vieler gesellschaftlicher Systeme und macht diese wachstumsabhängig. Die GAIA-Autor(inn)en zeigen, wie sich diese vermeintlichen Zwänge auflösen lassen und entwickeln Perspektiven für eine Postwachstumsgesellschaft.

Randers, Jørgen: The Real Message of The Limits to Growth. A Plea for Forward-Looking Global Policy (GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society 2/2012, Seite 102-105)

Seidl, Irmi/Zahrnt, Angelika: Suffizienz plus Subsistenz ergibt ökonomische Souveränität. Stadt und Postwachstumsökonomie (GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society 2/2012, Seite 108-115)

Turner, Graham M.: On the Cusp of Global Collapse? Updated Comparison of The Limits to Growth with Historical Data (GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society 2/2012, Seite 116-124)

Soetebeer, Ina: Well-being and Prosperity beyond Growth: Discursive Struggles in the German Enquete Commission on Growth, Prosperity and Quality of Life (GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society 3/2015, Seite 179-187)

Seidl, Irmi/Zahrnt, Angelika: Social Welfare Politics Cannot Ignore Growthmania (GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society 4/2015, Seite 232-235)

Loske, Reinhard: Why the Post-growth Debate Is Not a Wrong Turn (GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society 4/2015, Seite 236-239)

Jakob, Michael/Edenhofer, Ottmar: Welfare with or without Growth? Do We Need to Reduce Economic Activity to Protect the Environment and Increase the Quality of Life? (GAIA – Ecological Perspectives for Science and Society 4/2015, Seite 240-2429

politische ökologie
Während sogenanntes "grünes" Wachstum in die Irre führen kann, weil unverändert hohe Profite und ein hohes Umweltschutzniveau kaum zusammengehen, orientieren sich Konzepte für eine solidarische Postwachstumsökonomie an den Bedürfnissen der Menschen und des Planeten. Gelingt es, das herrschende Wachstumsprimat durch sinnvolle Tätigkeiten, eine gerechtere Arbeitsaufteilung und mehr Zeit für Engagement und Muße abzulösen?

Seidl, Irmi/Zahrnt, Angelika: Die Postwachstumsgesellschaft: Pfade zu einem neuen Paradigma (politische ökologie 121/122, Seite 63-66)

Paech, Björn/Paech, Niko: Suffizienz plus Subsistenz ergibt ökonomische Souveränität. Stadt und Postwachstumsökonomie (politische ökologie 124, Seite 54-60)

Passadakis, Alexis J.: Arbeit in der Postwachstumsökonomie. Wir senken das Bruttosozialprodukt (politische ökologie 125, Seite 102-106)

Seidl, Irmi/Zahrnt, Angelika: Neuer Wohlstand, neues Wohlergehen: Die Postwachstumsgesellschaft (politische ökologie 133, Seite 46-52)

Ökologisches Wirtschaften
Sinkender Ressourcenverbrauch und Einkommensgleichheit sind Kennzeichen der Postwachstumsökonomie – wie aber entwickeln sich unter diesen Vorzeichen Technologie, Arbeit und Konsum konkret? Unternehmen, die bewusst ihr Wachstum begrenzen, zeigen, dass Unternehmenserfolg nicht unbedingt in Größe gemessen werden muss. Zeitpionier(inn)e(n) suchen neue Wege, um die Arbeit wieder an die menschlichen Bedürfnisse anzupassen und so Zeitwohlstand zu ermöglichen.

Lange, Steffen: Eine pluralistische makroökonomische Analyse: Rahmenbedingungen einer Postwachstumsökonomie (Ökologisches Wirtschaften 3/2014, Seite 46-50)

Mewes, Heike/Gebauer, Jana: Postwachstumsunternehmen und sozial-ökologischer Wandel: Transformative Potenziale von Unternehmen, die nicht wachsen wollen (Ökologisches Wirtschaften 3/2015, Seite 27-29)

von Jorck, Gerrit/Gebauer, Jana: Postwachstumsunternehmen im Zeitalter der Beschleunigung. Wir produzieren Zeitwohlstand (Ökologisches Wirtschaften 4/2015, Seite 21-23)

Ökologie & Landbau
Ökologisches Wachstum wird als Ansatz gehandelt, um Klimawandel, Hunger und den Verlust an Biodiversität zu bekämpfen. Die Frage ist, ob es nicht eher um eine gerechte Verteilung ausreichend vorhandener Nahrungsmittel geht, damit alle Menschen auf der Welt satt werden. Und schließen sich Wachstum und Nachhaltigkeit in der Biobranche nicht gegenseitig aus?

Menzler, Minou/Börnecke, Stephan: Biobranche: Ist ökologisches Wachstum möglich? (Ökologie & Landbau 1/2014, Seite 28-29)

umwelt aktuell
Wachstum nachhaltig zu gestalten, ist eine große Herausforderung. Schließlich gilt es, das Gemeinwohl zu stärken, Natur zerstörende Subventionen abzubauen und Stoffkreisläufe zu schließen – nur so lässt sich beispielsweise mehr Effizienz erreichen; bitter nötig hat es etwa das Effizienzniveau von Flugzeugen, es datiert vom Jahr 1970.

Röscheisen, Helmut: Die Wachstumsdebatte ist die größte Herausforderung für Mensch und Natur (umwelt aktuell 11/2014, Seite 19)

Niebert, Kai: Mut zur Effizienz und Befreiung – Die Physik der Green Economy zeigt: Nur eine erwachsene Wirtschaft ist wirklich nachhaltig (umwelt aktuell 3/2016, Seite 2-3)

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