Gutes Essen – arme Erzeuger

Wie die Agrarwirtschaft mit Standards die Nahrungsmärkte beherrscht

ISBN: 978-3-86581-797-6
Softcover, 380 Seiten
Erscheinungstermin: 04.05.2016

Wenn wir heute im Supermarkt Kaffee, Bananen oder andere weit entfernt produzierte Lebensmittel einkaufen, möchten wir nicht nur beste Qualität bekommen, sondern auch zum Wohl von Erzeugern und Umwelt beitragen. Kommerzielle Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards geben an, dies zu garantieren. Versprechungen zu Qualität, Sicherheit, Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind willkommen - doch wer legt diese fest und wer kontrolliert sie? Supermarktketten und der Handel verfolgen ihre eigenen Interessen, ihnen dienen Standards zur Kontrolle ihrer globalen Lieferketten.

Und Standards haben ihren Preis: Kleinerzeugern überall auf der Welt fällt es schwer, den Auflagen nachzukommen. Standards bei Lebensmitteln sind so zu einem globalen Herrschaftsinstrument entwickelter Länder geworden. Sie räumen unseren Konzernen und unserer Esskultur den Vorrang auf der Welt ein. Was »gutes Essen« ist, sollte aber nicht allein von den Supermärkten in Europa und den USA bestimmt werden. Private Standards müssen daher in einen staatlichen Rahmen gesetzt werden, um Missbrauch auszuschließen und gerechte internationale Agrarbeziehungen zu etablieren.

Dieses Buch wird herausgegeben von Brot für die Welt - Evangelischer Entwicklungsdienst, Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e. V.
mehr anzeigen  

Eine Welt Ernährung Landwirtschaft nachhaltig einkaufen Nachhaltigkeitsstrategien Rohstoffe & Ressourcen Wirtschaft
Erhältlich als
sofort lieferbar
zum Download bereit

Rudolf Buntzel ist promovierter Ökonom und hat 35 Jahre im Entwicklungsdienst der Evangelischen Kirche gearbeitet. Seine Schwerpunkte lagen auf Themen wie Agrarhandel, Armutsbekämpfung und Agrarökologie im globalen Süden. Seit seinem ...

mehr Informationen  

Francisco Marí studierte Rechtswissenschaften und Sozialpsychologie in Frankfurt am Main und Berlin. Nach diversen Tätigkeiten als Leiter von Studienprojekten in Afrika ist er seit 2009 Referent für Welternährung, Agrarhandel und ...

mehr Informationen  

In mehr als 90 Ländern befähigt Brot für die Welt arme und ausgegrenzte Menschen, aus eigener Kraft ihre Lebenssituation zu verbessern. Schwerpunkte der Arbeit sind: Neue Armuts- und Hungerkrisen bewältigen; den Klimawandel bekämpfen; ...

mehr Informationen  

»"Gutes Essen – arme Erzeuger" ist ein absolut fundiertes und lesenswertes Buch mit einer aufschlussreichen Perspektive.«
KnackPunkt

»Wissenschaftlich gut fundiert und doch verständlich geschrieben (...).«
Fachbuchkritik (online)

Beiträge zum ThemaAlle anzeigen  

Bild zu Solawi: Entgegen der Logik des Markts
Solidarische Landwirtschaft

Solidarische Landwirtschaft will eine bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten, die gesunde Nahrungsmittel erzeugt und dabei die Natur- und Kulturlandschaft pflegt. Wie funktioniert das?    

Bild zu Warum die Einfuhr von Soja aus Brasilien gestoppt werden muss
Regenwald

Es sieht nicht gut aus für den Urwald in Brasilien. Der Grund: Eine Landwirtschaft, die auf Ausbeutung des Landes beruht. Ein Experte für das Thema beantwortet die wichtigsten Fragen.   

Bild zu Wie Fleisch und Gemüse aus dem Labor die Welt retten könnte
Zelluläre Landwirtschaft

Wie lässt sich die Menschheit ernähren, ohne durch die industrielle Landwirtschaft den Klimawandel und das Artensterben zu befeuern? Oliver Stengel fordert nicht weniger als eine Revolution.   

Ihr Warenkorb
Ihr Warenkorb ist leer.

Keine Versandkosten ab 35 Euro Bestellwert
(bei Lieferung innerhalb Deutschlands,
ausgenommen Zeitschriftenabos).

Für Kund*innen aus EU-Ländern verstehen sich unsere Preise inklusive der gesetzlichen Mehrwertsteuer und – außer bei digitalen Publikationen – zuzüglich Versandkosten.