(Hrsg.), (Hrsg.)
Extraktivismus

Lateinamerika nach dem Ende des Rohstoffbooms

Softcover, 216 Seiten
Erscheinungstermin: 05.09.2019

Lateinamerika sieht sich großen Problemen gegenüber. Die dynamische wirtschaftliche Entwicklung und die Umverteilungspolitik der Mitte-links-Regierungen zu Beginn des 21. Jahrhunderts beruhten nicht zuletzt auf dem Export von Rohstoffen. Dieser »Extraktivismus« ist heute durch den Verfall der Rohstoffpreise in eine Krise geraten. Die Krise hat verschiedene Dimensionen, die von wirtschaftlichen Problemen bis hin zu Umweltschäden reichen. Sie trug auch zur politischen Schwächung der Mitte-links-Regierungen bei, es folgten Wahlsiege rechtskonservativer Parteien und Bewegungen. Obwohl in Lateinamerika eine umfangreiche Debatte zum extraktivistischen Entwicklungsmodell existiert, werden dessen Aufstieg und Krise hierzulande bisher eher am Rande diskutiert.

Der Band versammelt eine Reihe von Fallstudien von lateinamerikanischen und deutschen Autor*innen und nimmt auf diese Weise eine Bestandsaufnahme des Extraktivismus in Lateinamerika vor. Gleichzeitig werden Zukunftsszenarien und alternative Entwicklungspfade ausgelotet.
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Entwicklungs- und Schwellenländer Extraktivismus Lateinamerika Ressourcen Rohstoffe sozial-ökologische Forschung
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Martín Ramírez promoviert am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena zum Thema Umweltpolitik und Gouvernementalität. Seine Forschungsschwerpunkte sind Politische Ökonomie Lateinamerikas, Gesellschaftstheorie und ...

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Stefan Schmalz ist Akademischer Rat am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Seine Forschungsgebiete sind Entwicklungsforschung, Politische Ökonomie, Arbeitssoziologie sowie Lateinamerika und China.

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