Schwarzbuch Lubminer Heide

Eine Chronik der Umweltgefährdung und Naturzerstörung an der Ostseeküste

Softcover, 468 Seiten
Erscheinungstermin: 04.07.2013

Unweit von Greifswald in der Lubminer Heide an der Ostseeküste lassen sich, weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit, schlimme Verfehlungen deutscher Industrie- und Umweltpolitik besichtigen. Dort, wo von 1973 bis 1990 ein Kernkraftwerk sowjetischer Bauart betrieben wurde, befindet sich heute ein riesiges »Zwischenlager« für radioaktive Abfälle aus ganz Deutschland, das aktuellen Sicherheitsanforderungen nicht gewachsen ist. Die Lubminer Heide liegt zwar inmitten der beliebtesten deutschen Tourismusregion zwischen Usedom und Rügen und ist von hochrangigen Naturschutzgebieten dicht umgeben. Doch werben Wirtschaft und Politik um großindustrielle Ansiedlungen ausgerechnet an diesem Standort und versuchen, einen »europäischen Energieknotenpunkt« zu etablieren. Die Anlandestation der russischen Ostseepipeline wurde bereits errichtet.

Günther Vater bringt mit diesem zeitgeschichtlichen Panorama fragwürdige Verflechtungen von Politik und Großindustrie, zweifelhafte Manipulationen und Täuschungsversuche ans Tageslicht. Und er zeigt Erfolge bürgerlicher Einmischung, die zum Engagement für Umwelt- und Naturschutz ermutigen. Das Schicksal des norddeutschen Landstrichs steht beispielhaft für Herausforderungen, die uns alle angehen.
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Atomenergie Bürgerinitiative Kernkraft Lubminer Heide Naturschutz Nord Stream Steinkohlekraftwerk Umweltzerstörung
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Günther Vater, Jahrgang 1936, studierte Biologie an der Universität Greifswald, forschte und lehrte an der TU Dresden und leitete ein Referenzlaboratorium am Hygiene-Institut Leipzig. Seit 2002 wieder in Greifswald, engagiert er sich für ...

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